Oder wie sich unser Garten von einem Reihenhausgarten und einen Nutzgarten verwandelt hat
Das Gartenjahr 2018
Wie alles begann
Im Dezember 2017 sind wir in unser Zechenhäuschen eingezogen und es war erstmal Winter. Dennoch war bereits klar, dass wir keinen 08/15 Reihenhausgarten haben wollten. Wenn man die Sache historisch betrachtet haben die meisten Zechenhäuser einen kleinen Garten, wo sich die Bergmänner von der Arbeit erholen aber auch eigenes Obst und Gemüse anbauen konnten. Wenn der Garten auch etwas größer war, wurden auch Hühner oder Kaninchen gehalten.
Da ich einfach Spaß daran habe, eigenes Gemüse anzubauen, lag es also nahe, diesen Garten wieder in seine Bestimmung zurück zu verwandeln.





Der Vorgarten
Als es wärmer wurde, begonnen wir mit dem für meinem Empfinden unansehnlichen Moosbeet im Vorgarten. Zunächst haben wir das gesamte Unkraut aus dem Moosbeet entfernt und den Boden dann umgegraben. Hier sollte ein Duftgarten entstehen mit Lavendel, Thymian, Waldmeister, Römische Kamille. Den Rosmarin hatten wir von unserem Balkon aus der alten Wohnung mitgenommen und in dieses große Pflanzgefäß getopft. Da der Boden sehr lehmig war, musste er zuvor abgemagert werden. Hierzu haben wir 1 Tonne Sand auf die Fläche aufgebracht und in den Boden eingearbeitet. Mittlerweile war es März, als dann die ersten Pflanzen ins Beet gesetzt wurden.
Die nackte Mauer unserer Garage konnte so nicht bleiben. Also habe ich da eine Kletterhortensie und eine Klematis gepflanzt.




Der Hausgarten
Auch der Hausgarten wurde vor Veränderungen nicht verschont. Als erstes wurden das Efeu über dem gemauerten Beet und an der Mauer am Ende des Gartens entfernt. Dabei entdeckten wir einen Mini-Teich. Diesen haben wir dann wieder in Betrieb genommen und einige Wasserpflanzen dort eingesetzt.
Rechts daneben habe ich dann ein Staudenbeet angelegt, wo ich die Pflox und einen falschen Yasmin eingepflanzt habe.
An der hinteren Mauer, wo ebenfalls nur eine dunkle Efeu-Wand war habe ich eine rosa blühende Ramblerrose gepflanzt.
Als nächstes wurde dann das erste Hochbeet für unsere Selbstversorgung mit Gemüse links neben dem Teich gebaut. Dort zogen dann auch schon die ersten Tomatenpflanzen ein.




Das Gartenjahr 2019
In Gartenjahr 2019 ging es mit der Umgestaltung auch weiter.
Veränderungen im Hausgarten in 2019
Wir haben ein Tomatenhaus gebaut, damit die Tomaten nicht so stark der Witterung ausgesetzt werden. Außerdem haben wir neue Beete im Hausgarten angelegt mit dem Ziel dort auch Gemüse zur Selbstversorgung im kleinen Rahmen anzubauen. Hierzu haben wir aus Holzlatten Rahmen gebaut, um die Beete abzugrenzen. Bereits beim Anlegen des Staudenbeets habe ich festgestellt, dass der Boden quasi tot war. Mit etwas Glück hatte wie auf einem Spatenstich gerade mal einen Regenwurm. Aus diesem Grund musste erstmal was für die Bodenlebewesen getan werden. Also haben wir eimerweise Pferdemist inklusive Kompstwürmer auf die Beete aufgebracht und schließlich mit Pflanzende aufgefüllt. Hier kamen auch erstmalig effektive Mikroorganismen und unser Bokashi-Kompost zum Einsatz. In dem letzten Beet haben rote und weiße Stachelbeeren ihren Platz gefunden. In die beiden anderen Beete sind zwei Kürbisse und zwei Zucchini eingezogen, die uns einen reichlichen Ertrag einbrachten.
Unter anderem haben wir an der Challenge #wirfürvielfaltundnatur teilgenommen.
Es ist schön zu sehen, wie gut sich der Pflox und die Ramblerrose bis zum Frühjahr 2019 entwickelt haben.






Veränderungen im Vorgarten 2019
Auch der Vorgarten wurde umgestaltet um unsere Selbstversorgung voranzutreiben Die Idee dahinter ist der Cottage-Garten, wo Zier- und Nutzpflanzen nebeneinander wachsen. Am Weg entlang zum Eingang wurden ca. 30 cm Rasenfläche abgestochen und mit Pflanzende aufgefüllt. Hier haben wir, um den Boden aufzuwerten verschiedene Buschbohnen gepflanzt, die uns einen riesigen Ertrag brachten.
In der Mitte der Rasenfläche haben wir ebenfalls die Grasnarbe abgetragen und ein weiteres Gemüsebeet angelegt. Hier wuchsen unter Insektenschutznetze Kohlrabi, Rotebeete und Frühlingszwiebeln. Entlang des Zauns habe ich verschiedene Rosen gesetzt und Gladiolenzwiebeln. Da die Pflanzen noch nicht so groß waren, wurden dazwischen Zitronengurken gepflanzt. Außerdem fand eine rote Johannisbeere am Ende des Gemüsebeets ihren Standort.
Neben der roten Johannisbeere habe ich noch ein kleines Beet von 1 m x 1m angelegt, wo ich Rotkohl angepflanzt habe.








So hat sich innerhalb von 2 Jahren der Garten schon zu einem kleinen Paradies und Nutzgarten verwandelt, in dem Insekten und Vögel Schutz, Wasser, und Futter finden und wir uns regelmäßig mit einen kleinen Anteil eigenen Gemüse selbst versorgen können.
Wenn ihr mehr Bilder von unserem Garten-Make-Over sehen möchtet, habe ich hier einen Bilderzusammenschnitt als Video erstellt.
Hier könnt ihr einen ersten Eindruck von unserem kleinen Selbstversorgungsgarten bekommen:


Hast Du noch Fragen und Anregungen, dann lasse es mich bitte wissen: