Kategorie: Mindset

  • Was ist ein Lifestyle bzw. Lebensstil?

    Was ist ein Lifestyle bzw. Lebensstil?

    In diesem Beitrag geht es darum, was ein Lebensstil überhaupt ist.

    1. Definition Lebensstil
    2. Gibt es einen perfekten Lebensstil?
    3. Aktuelle Hauptströmungen von Lebensstilen sind z. B. (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): 
    4. Mindset
      1. Eisberg-Prinzip
      2. Mindset-Arbeit

    Definition Lebensstil


    Der Lebensstil  beschreibt die Art und Weise, wie wir unser Leben gestalten. Er umfasst unsere Lebensumstände, Verhaltensweisen aber auch Gewohnheiten und ist sehr eng mit unserem inneren Wertesystem, unserer Prägung und letztlich auch mit unserem Mindset verbunden. Der Lebensstil ist das Ergebnis unserer alltäglichen Entscheidungen, die wir in unseren verschiedensten Lebensbereichen treffen  und wie wir uns damit selber definieren: Gesundheit, Ernährung, Bewegung, wie wir uns kleiden und wie wir unsere Wohnung einrichten, aber auch wie wir mit uns selbst und unseren Gefühlen, mit anderen und unserer Umwelt umgehen.

    Gibt es einen perfekten Lebensstil?

    Lebensstile gibt es wahrscheinlich so viele, wie es Menschen gibt und dabei gibt es weder ein richtig oder falsch. Lebensstile werden von unserem Umfeld, von unserer Kultur, von politischen und sozialen Strömungen geprägt, z. B. die Hippiezeit in den 60gern, aber auch jede Generation hat ihren eigenen Lebensstil. Auch das Marketing verwendet Lebensstile zur Definition von Zielgruppen, mit denen wir im Alltag tendenziell wenig anfangen können, und die teilweise ziemlich seltsam anmuten lassen.

    Aktuelle Hauptströmungen von Lebensstilen sind z. B. (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): 

    • Frugalisten: Ihr Ziel ist die finanzielle Freiheit. Sie arbeiten und sparen das maximal mögliche, um später früher in Rente gehen zu können. Sie sind oftmals hoch motiviert, haben eine hohe Eigenverantwortlichkeit mit der Bereitschaft zu Konsumverzicht
    • Digital Creatives: Die digitale Welt ist ihr Zuhause, sie sind oftmals wahre Teamplayer, haben eine hohe Eigenverantwortlichkeit und schaffen es für Ideen Konzepte und Ansätze zu entwickeln.
    • Party Hopper: Menschen mit einem spontanen , kreativen, Lebensstil, haben Mut für Veränderungen, stellen gerne bekannte Werte vom Grundsatz her in Frage und brauchen ihre Freiheit
    • Minimalisten: Sie konzentrieren sich auf das Wesentliche und lassen Überflüssiges los. Oftmals geht die Entscheidung für diesen Lebensstil von einer Reizüberflutung hinsichtlich informativer, materieller, psychischer und emotionaler Faktoren aus. In diesem Zusammenhang bedeutet Minimalismus auch
      • Einfacher leben
      • Konsumreduzierter leben
      • Achtsamer leben
      • Nachhaltiger konsumieren und leben
      • sinnhafter leben
      • Gesundheitsorientierter Lebensstil bez. Ernährung, Anti-Aging, Sport

    Mindset

    Mindset lässt sich als Denkweise, Mentalität aber auch als geistige Haltung übersetzen. In diesem Zusammenhang kommt unser Selbstbild ins Spiel, also das, was wir zum einen von uns selber und zum anderen von der Welt denken und wie wir dem begegnen. Dies wird uns in frühester Kindheit vermittelt, teilweise schon bevor wir überhaupt sprechen können und hat somit einen prägenden Einfluss auf unser Leben und wie wir damit umgehen. Wenn in den frühen Lebensjahren etwas schief gelaufen ist, kann uns das Mindset auch mächtig im Wege stehen. Hier hat mir das Buch von Stefanie Stahl, „Das Kind in dir muss Heimat finden“ die Augen geöffnet.

    Die Arbeit am Mindset lässt uns wachsen. Wir lernen Achtsam zu sein und verstehen wie wir ticken… was unsere Triggerpunkte für verschiedene Verhaltensweisen sind.

    Eisberg-Prinzip

    Jeder hat schon einmal was vom sog. Eisberg-Prinzip gehört. Siegmund Freud hat es als das Instanzenmodell der Psyche (Über-Ich, Ich, Es) entwickelt. Im Verlauf der Jahre wurde dieses Modell weiterentwickelt. Es spielt in der Psychologie aber auch in vielen anderen Bereichen eine wesentliche Rolle, z. B. Pädagogik, Kommunikation, Marketing, Werbung. Generell kann man sagen, dass die Bewusstseinsebene nur ca. 20 % umfasst, während der Unbewusste Bereich gut 80 % ausmacht. Also wenn du das nächste Mal von der Arbeit nach Hause ankommt und nicht mehr so genau weißt, wo du lang gefahren bist – also auf Autopilot warst- hat dich dein unbewusster Anteil gesteuert.

    Das Eisberg-Prinzip hilft uns die Zusammenhänge zwischen unserem Bewusstsein und unserem Unbewusstsein zu verstehen. Um unsere Triggerpunkte zu finden hilft es nicht nur oberflächlich zu schauen, vielmehr geht es darum im Unterbewusstsein zu schauen, was unsere Themen sind und diese in unser Bewusstsein zu bringen, damit persönliche Entwicklung Überhaupt stattfinden kann. Insbesondere, wenn du innere Widerstände spürst kannst du davon ausgehen, dass da was im Unterbewussten ist, was nicht nach oben kommen will und genau an dieser Stelle haben wie das Potenzial uns weiterzuentwickeln.

    Journaln bei einer Tasse Matcha-Tee
    Journaling zur Persönlichkeitsentwicklung

    Mindset-Arbeit

    Voraussetzungen für die Mindset-Arbeit sind Achtsamkeit, Dankbarkeit, Selbstreflexion, Körperwahrnehmung, Selbstbewusstsein, Mut, Ziele setzen und verfolgen, Konzentration auf den eigenen Einflussbereich und viel Selbstliebe.

    Das effektivste Hilfsmittel für die Mindset-Arbeit ist Journaling. Hierfür brauchst du lediglich ein dickes Notizbuch oder eine Notizen-App. Beim Journaling geht weniger ums Tagebuch-Schreiben im Sinne von „was ich so alles gemacht habe“, sondern vielmehr darum, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten habe, was der Auslöser war und wie mich dabei gefühlt habe (emotional und körperlich), wie ich es beim nächsten Mal verändern oder vermeiden kann usw.

  • Hier geht es zu meinen Videos

    Hier findet ihr alle bisher von mir veröffentlichten Videos.

  • Kerzenreste verarbeiten: Teelichter gießen

    Kerzenreste verarbeiten: Teelichter gießen

    Warum ist es sinnvoll Teelichthalter wiederzuverwenden?

    Es ist bekannt, dass sowohl die Produktion als auch das Recycling n Aluminium ein sehr aufwändiger, aber auch umwelt- und gesundheitsschädlicher Prozess ist. Die CO2-Belastung ist deutlich höher als der Nutzen und darüber hinaus werden Abbaustoffe wie z. B. Arsen, Chrom, Cadmium, Blei und Quecksilber freigesetzt, die Böden und Grundwasser und letztlich auch die Gesundheit belasten können. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich auf der quarks-Seite einen Überblick verschaffen: https://www.quarks.de/umwelt/muell/darum-ist-aluminium-nicht-gut-fuer-die-umwelt/

    Hier beschreibe ich, wie ich meinen persönlichen Beitrag leiste, um die Menge zu verringern und einen kleinen Recycling-Kreislauf aufrecht erhalte.

    Es fallen auch immer wieder Wachsreste von Kerzen an, z. B. aus der Adventszeit. Die meisten Kerzen werden unter Verwendung von Palmöl hergestellt. Da für den Anbau von Palmöl ganze Lebensräume zerstört werden, sollte man versuchen weitestgehend auf diese Produkte zu verzichten. Aufgrund der Intransparenz auf den Produkten (insbes. Kerzen) ist dies allerdings nicht ohne intensive Recherchen möglich. Daher sammle ich diese Kerzenreste im Laufe des Jahres und verwende sie weiter, indem ich diese schmelze und Teelichter daraus herstelle.

    Was braucht man zum Kerzenreste-Recycling?

    • Kerzenreste
    • Teelicht- oder Kerzendochte
    • Zeitungspapier
    • einen alten Topf
    • einen alten Schmelztegel fürs Wachs
    • etwas Ruhe und Muße und ggf. eine Tasse Kaffee mit gemütlicher Musik

    Diese Lösung steht nach meinem Verständnis im Einklang zu einem achtsamen und rücksichtsvollen Lebensstil gegenüber Mitmenschen, Natur und Umwelt. Außerdem hat diese Tätigkeit etwas meditatives, was sehr entspannend ist und gleichzeitig den Geldbeutel entlastet.

    Habt ihr auch schonmal aus Teelichthaltern oder Kerzenresten was Neues geschaffen? Was habt ihr gemacht?

    Erzählt mir davon in den Kommentaren.

    Viel Spaß beim Video anschauen.

    Abonnieren

    Gib deine E-Mail-Adresse ein, um Updates zu erhalten.

  • Raunächte – Die Zeit steht still

    Raunächte – Die Zeit steht still

    Mit der Wintersonnenwende am 21.12. beginnt die Zeit der Raunächte. Um diese Raunächte ranken sich viele Mythen, Geschichten, Sagen und Märchen. Man bezeichnet diesen Zeitraum auch als „zwischen den Jahren“. Diese Bezeichnung hat wahrscheinlich ihren Ursprung in der Differenz zwischen dem Mondjahr, das 354 Tage hat, und dem Sonnenjahr mit seinen 365 Tagen. An diesen 11 Tagen bzw. während dieser 12 Nächte ruhte quasi das Leben.

    Bereits mit den sogenannten Lostagen am 24.11. , den Katharinentag, 30.11, den Andreastag, 04.12., den Barbaratag, 06.12., den Nikolaustag, 21.12., den Thomastag bzw. die Wintersonnenwende beginnt die Einstimmung auf die Raunächte. In dieser Zeit werden die Schatten noch länger die Nächte noch dunkler und unheimlicher. Als es noch keine elektrische Beleuchtung gab, bevorzugten die Menschen sich in ihre Häuser zurück zu ziehen und sich im engsten Familienkreis zu wärmen und Geschichten zu erzählen.

    Die eigentlichen Raunächte beginnen mit dem Sonnenuntergang am Heiligen Abend und enden mit dem Sonnenaufgang am 06.01.. Warum beginnen sie nicht schon am 21.12.? Wenn die Sonne an ihrem Wendepunkt angekommen ist, haben wir den kürzesten Tag und die längste und dunkelste Nacht. An den drei darauffolgenden Tagen sind die Änderungen des Sonnenstandes kaum zu spüren, so dass man den Eindruck hat, dass die Sonne bzw. die Zeit stillsteht. Erst ab dem 24.12. werden die Tage in ganz kleinen Schritten wieder länger.

    Die Hauptthemen der Raunächte sind Licht, Schatten und Dunkelheit. Dabei geht es nicht nur um die physikalischen Zustände, sondern auch geistige Qualitäten. Die dunkle Zeit ist bestens dazu geeignet selber in sich zu gehen und sich zu besinnen, achtsamer und aufmerksamer zu sein. Achtsamer zu werden bedeutet auch, seine Sinne zu schulen und zu schärfen. Lange Schatten als Kontrast zum Licht können auch Dinge sein, die wir in unser Unterbewusstsein verbannt haben. Daher ist es die Zeit das vergangene Jahr zu reflektieren und die ins Unterbewusstsein verbannten Dinge wieder ans Licht zu holen und genauer zu betrachten. Einen nicht unerheblichen Schatten hat in diesem Jahr die Corona-Pandemie auf unsere Lebenswirklichkeit geworfen. Gerade hinsichtlich der durch die Corona-Pandemie erfahrenen Ängste, Einschränkungen und ggf. Verluste aber auch neue Chancen und Erfahrungen können durch eine intensive Reflexion ein guter Ausgangspunkt für den Start ins neue Jahr bedeuten. Das Licht in diesem Zusammenhang steht für Hoffnung aber auch für die Energie für einen Neustart. Man könnte es auch so verstehen, dass man seine persönlichen Ziele, Wünsche und Träume auf seinen Lebensplan neu ausrichtet und auf diese Weise seinen Lebenswille bekräftigt.

    Kerzen und Räucherrituale zur Raunacht

    Jede dieser 12 Raunächte ist einen Monat des folgenden Jahres zugeordnet und hat ein eigenes Thema:

    1. Raunacht 24./25.12. Sie steht für den Monat Januar und ihre Themen sind Rückschau auf das vergangene Jahr, Familie, Herkunft und Ahnen. Dieser Tag ist günstig, um sich Gedanken zu machen was man mit ins neue Jahr nehmen oder wovon man sich trennen möchte. Wenn man meditieren möchte, kann man den Schwerpunkt auf sein Wurzel-Chakra ausrichten.

    2. Raunacht 25./26.12. Sie steht für den Monat Februar und ihre Themen sind Intuition, höheres Selbst, innere Führung, kurz es geht um Selbstverwirklichung. Hier geht es um den Zugang zu unserem Lebensplan, seine Talente und Fähigkeiten zu erkennen und auszuschöpfen. Also seinen inneren Lehrer zu erkennen und dadurch Klarheit und Zentriertheit zu erfahren. Beim Meditieren steht hier das Kronen-Chakra im Vordergrund.

    3. Raunacht 26./27.12. Sie steht für den Monat März. Es ist Aufbruchstimmung und der Frühling steht vor der Tür. Die Natur hat ihre Kräfte gesammelt und ist bereit für neues Leben. Die Hauptthemen der 3. Raunacht sind Herzensangelegenheiten, also Beziehungen jeglicher Art: Partnerschaft, Freunde, Arbeitskollegen usw. Es geht aber auch um Herzenswünsche. Was erfreut mich und was raubt mir Energie? Bei der Meditation steht hier das Herz-Chakra im Vordergrund.

    4. Raunacht 27./28.12. Sie steht für den Monat April. Ihre Themen sind Auflösung und Transformation. In der Natur entsteht aus einen Saatkorn ein kleines Pflänzchen. In uns steht es für Reinigung bzw. Bereinigung. Hier geht es darum Dinge oder Verhaltensmuster, die mich behindern oder stören in eine positive Variante umzuformen und das nicht gewünschte in einer (imaginären) Flamme zu verbrennen. Dies kann z. B. im Rahmen einer Meditation erfolgen.

    5. Raunacht 28./29.12. Steht für den Monat Mai. In der Natur explodiert das Leben. Wärmeliebende Pflanzen werden gepflanzt bzw. treiben neu aus. Die Hauptthemen dieser Raunacht sind Freundschaft und Selbstliebe. Erst die Selbstliebe ermöglicht es richtig aufzublühen. An dieser Stelle ist auch zu fragen was einen blockiert und wie man dieses aus seinem Leben verbannen kann.

    6. Raunacht 29./30.12. steht für den Monat Juni. In der Natur steht alles in Blüten und die ersten Früchte reifen. Themen dieser Nacht sind erneut Bereinigung und Loslassen. Hier geht es um das Erkennen von Widerständen, diese bewusst anzusehen, sie als Geschenk anzuerkennen, wertzuschätzen um sie dann liebevoll zu verabschieden. Dies ist quasi wie das Unkraut jäten oder das Vereinzeln der Saat. Hilfreich ist hier eine reinigende Chakrenmeditation mit einen leichten Schwerpunkt auf das Herz-Chakra.

    7. Raunacht 30./31.12. steht für den Monat Juli. Die Natur steht in voller Kraft. Die Erntezeit beginnt. Der Boden will genährt und gepflegt werden. Diese Nacht steht ganz im Zeichen auf der Vorbereitung auf das kommende Jahr. Hier kann man wieder eine Chakrenmeditation zur Öffnung und Reinigung machen. Auch äußerlich kann man ein Bad nehmen und alles Alte abwaschen. Hier will aber auch die Seele – oder anders ausgedrückt „die inneren Kinder“ gehört werden, weshalb man achtsam lauscht und man sich liebevoll um sich selbst kümmert. Träume, Wünsche, Projekte, Gedanken, Ideen aber auch Demütigungen, Verletzungen, Schmerzen und traurige Erinnerungen werden liebevoll betrachtet und angenommen.

    8. Raunacht 31.12/01.01. entspricht dem Monat August. Die Natur hat ihre maximale Kraft erreicht und das erste Saatgut fürs nächste Gartenjahr ist ausgereift . Diese Raunacht steht für Neubeginn und die Geburt des neuen Jahres. Hier geht es um das Entdecken der ureigenen Kräfte in unserem Inneren, unserer Intuition. Durch sie in Verbindung mit unserem Tun im Hier und Jetzt erfahren wir Glück. Der achtsame Umgang mit der Umwelt ermöglicht das Sehen von kleinen Wundern.

    9. Raunacht 01./02.01. entspricht dem Monat September. In der Mythologie öffnet sich hier die Pforte zur Anderswelt. Diese Nacht steht für Gold, Licht, innere Mitte. Hier geht es um das Erkennen der Essenz unseres Seins, das Spüren unserer inneren Mitte. Diese finde ich, wenn Körper, Geist, Seele und Gefühle eine Einheit sind. Die dafür erforderliche Klarheit erreiche ich durch Ordnung und Struktur. Hier kann eine Meditation mit Schwerpunkt auf das Kronen-Chakra unterstützten.

    10. Raunacht 02./03.01. korrespondiert mit dem Oktober. Hier wird auch Erntedank gefeiert. Diese Nacht steht für Visionen und der Verbindung mit dem Göttlichen. Hier gilt es Herz und Seele für das Spirituelle zu öffnen. Den tiefen, inneren Frieden erfahren wir, wenn absolute Harmonie zwischen der inneren und äußeren Welt besteht. Eigenverantwortung, Dankbarkeit, Zufriedenheit, aber auch das richtige Maß zu finden sind hierfür die Werkzeuge.

    11. Raunacht 03./04.01. entspricht dem Monat November. Die Natur bereitet sich auf die Winterruhe vor. Hauptthemen für diese Nacht sind Loslassen, Abschied nehmen und Beschäftigung mit dem Tod. Hier geht es um das Erkennen des inneren Kerns. Durch unseren Lebensstil werden wir von allen Seiten beeinflusst und verblendet. Es werden Wünsche und Begierden durch Konsumkonzerne geschürt, die letztlich Leere, Unzufriedenheit, Neid, Egoismus fördern und Leid in uns verursachen. Der Ausweg aus diesen Leid führt über Bescheidenheit, Zufriedenheit, Wertschätzung und Dankbarkeit im achtsamen Hier und Jetzt. Nur wenn man nichts festhält und Altes gehen lässt kann Neues entstehen oder kommen.

    12. Raunacht 04./05.01. entspricht dem Dezember. Der Jahreskreis schließt sich. Dieser Tag steht für Räuchern, Reinigen und Gnade. Hier geht es darum wahrhaftig und aus voller Seele leben zu wollen. Sich nochmal richtig zu verwurzeln, damit wir mit beiden Füßen fest am Boden und im Leben stehen und unser Leben nach unseren Vorstellungen verwirklichen.

    Für jede dieser Nächte gibt es Rituale und Bräuche, die helfen Antworten auf diese Fragen zu den einzelnen Themen zu finden. Dazu gehört das Räuchern, Lagerfeuer, Erstellen und Verbrennen von Wunschzetteln und Zettel mit Dingen, die wir loslassen wollen, Runen, Tarot- oder Orakelkarten, das Schreiben eines Traum- oder Raunachttagebuch. Auch Phantasiereisen und Meditationen helfen Antworten zu finden.

    Es wird empfohlen an jeden dieser Tage Erlebnisse, Gedanken, Ideen usw. zu notieren, um dann zu sehen, wo Chancen und Entwicklungspotenziale zu finden sind.

  • Pendeln mit dem Fahrrad – ein Selbstversuch

    Pendeln mit dem Fahrrad – ein Selbstversuch

    Im Rahmen des diesjährigen Stadt-Radelns im September ist mir der Gedanke gekommen, dass man möglichst oft mit den Rad zur Arbeit fahren könnte. An schönen Tagen bin ich zwar hin und wieder mal mit dem Rad zur Arbeit gefahren, maximal jedoch zwei Tage pro Woche, da der Zeitaufwand hierfür doch sehr hoch ist.

    Mit dem Fahrrad über eine mittlere Distanz von 25 km zur Arbeit pendeln
    1. Ausgangslage
    2. Voraussetzungen
      1. Umkleide-und Waschmöglichkeiten auf der Arbeit
      2. Halbwegs passable Radwege
      3. funktionales Equipment
        1. Das Fahrrad
        2. Die Kleidung
      4. Körperliche Fitness und Ernährung

    Ausgangslage

    Daher habe ich beschlossen das Fahrrad-Pendeln im November auszuprobieren. Hierzu gibt es hier eine kleine Mini-Serie. Dieser Teil beschäftigt sich mit den Voraussetzungen für das Fahrrad-Pendeln.

    Von Kamp-Lintfort nach Wesel sind es ca 23 km. Wenn ich dann direkt von der Arbeit zum Stall und von dort nach Hause fahre, kommen nochmals 38 km hinzu, so dass ich auf etwas über 60 km pro Tag komme. Ich bin wirklich nicht die Schnellste auf dem Rad. Wenn ich richtig gut bin schaffe ich die 23 km in ca. 70 Minuten zu fahren und komme dann ziemlich durchgeschwitzt am Ziel an. Pro Tag verbringe ich dann ca. 3:45 Stunden auf dem Fahrrad. Soweit so gut. Unter Pendeln verstehe ich auch, dass man bei fast jedem Wetter fährt (außer es wird zu gefährlich,
    z. B. bei Glatteis).

    Voraussetzungen

    Zur Arbeit zu pendeln setzt ein paar Dinge voraus:

    Umkleide-und Waschmöglichkeiten auf der Arbeit

    Ideal wäre, wenn der Arbeitgeber Umkleideräume mit Duschen zur Verfügung stellt. Dadurch wäre gewährleistet, dass man quasi wirklich frisch am Arbeitsplatz sitzt. Bei meinem Arbeitgeber ist dies leider nicht der Fall. In der Regel bin ich vor meinen Kolleginnen auf der Arbeit, so dass ich mich in aller Ruhe in der regulären „Keramikabteilung“ frisch machen kann. Etwas Seife, Waschlappen, ein Handtuch und Deo sind dafür vollkommen ausreichend, wenn man nicht total durchnässt ankommt. Das bedeutet für mich ein Tempo zu fahren, bei dem ich möglichst wenig schwitze. Natürlich hat man ordentliche Bürokleidung dabei, so dass man adäquat gekleidet am Schreibtisch sitzt.

    Diese infrastrukturelle Einschränkung bedeutet aber auch für mich, dass es auf dem Hinweg zur Arbeit nicht regnen darf und ich regelmäßig einen Blick auf den Wetterbericht habe, ob es morgens regnet. Auch Abends sollte es möglichst nicht nicht zu stark regnen. Insbesondere, wenn es dabei auch kalt ist. Schwitzen ist ein Kühlmechanismus des Körpers, wenn ich dann abends am Stall noch das Pferd bewege und versorge, was schon mal 2-3 Stunden dauert, kann das schnell zum Auskühlen führen und man fängt sich einen Infekt ein. Dies wäre jetzt zu Corona-Zeiten nicht wirklich empfehlenswert.

    Halbwegs passable Radwege

    Die Radwege hier am Niederrhein sind halbwegs brauchbar. Zwar gibt es auch hier an den ein oder anderen Stellen richtige Buckelpisten auf denen die Baumwurzeln den Asphalt hochdrücken, auf den Strecken, die ich befahre sind diese Stellen eher selten. Auch habe ich keinen „gefährlichen“ Stadtverkehr was nicht bedeutet, dass ich sehr aufmerksam unterwegs sein muss.

    funktionales Equipment

    Das Fahrrad

    Ich habe ein Winora-Tourenrad aus dem Jahr 1984 mit einer 12-Gang-Shimano-Positron-Schaltung und Cantilever-Bremsen für vorne und hinten. Damit die Beleuchtung auch bei schlechtem Wetter gut funktioniert, ist das Fahrrad mit einem vorderen Laufrad mit Nabendynamo und einer breit streuenden LED-Vorderlampe sowie eine größere LED-Schlussleuchte ausgestattet. Das Besondere an diesen Lampen ist, dass diese eine Standleuchtenfunktion haben – also auch an Ampeln bleibt die Beleuchtung an. Das Licht schaltet sich bei Dämmerung selbständig an. Da ich immer Probleme mit einschlafenden Händen am Lenker hatte, wurde das Rad zwischenzeitlich mit einem Rennradlenker und einem Triathlonaufsatz ausgestattet. Dies ermöglicht mir verschiedene Sitzpositionen auf der Fahrt einzunehmen. Außerdem habe ich einen Metallkorb auf dem Gepäckträger, in den der Rucksack während der Fahrt seinen Platz findet. Da bei längeren Touren das Trinken wichtig ist, wurde auch ein Getränkehalter angebracht. Da ich auf Plastik weitestgehend verzichte habe ich mich für Edelstahlflaschen entschieden: für den Sommer eine normale und für den Winter eine mit Thermofunktion. (Im letzten Winter war mir einmal das Wasser in der Sommerflasche fast eingefroren ;-)

    Die Kleidung

    Da Bürokleidung meinem Empfinden nach ziemlich unbequem auf dem Fahrrad ist und dazu auch schnell verschleißt und verschmutzt habe ich mich für eine funktionale Fahrradbekleidung entschieden. Der Fahrradhelm ist dabei Pflicht. Zum Schutz der Augen trage ich eine Brille – im Sommer dann eine Sonnenbrille.

    Im Sommer trage ich eine kurze Fahrradhose mit Gesäßpolster und ggf. Beinlinge. Darüber ein Shirt. Wenn es besonders heiß ist bevorzuge ich luftige Shirts. Ansonsten tun es an kühleren Tage auch langärmlige leichte Trikots. Da ich keine Klickpedale habe, ziehe ich normale luftigere Turnschuhe an.

    Im Winter trage ich eine lange, innen aufgeraute Fahrradhose mit Gesäßpolster. Außerdem habe ich auch eine Thermoradhose mit Gesäßpolster. Dann hängt es etwas von den Temperaturen ab: kurz- oder langärmliges Funktionsunterhemd, wärmendes Trikot, und eine Softshell-Jacke, bei der ich, wenn es wärmer wird die Ärmel abnehmen und diese dann als Weste verwenden kann. Außerdem habe ich eine Helmmütze und Handschuhe. An den Füßen trage ich Turnschuhe mit einer Gore-Tex-Membran, so dass die Füße etwas vor dem Fahrtwind geschützt sind und nicht beim Durchfahren einer Pfütze oder bei einem Schauer direkt nass werden. Damit ich in der dunklen Jahreszeit gut gesehen werden kann trage ich über der Jacke noch eine gelbe „Leuchteweste“

    Regelmäßig an Board ist die Regenbekleidung: eine Regenhose, Regenjacke, Regenschutz für den Helm.

    Die Winterausstattung

    Körperliche Fitness und Ernährung

    Als ich vor zwei Jahren das erste Mal die Strecke Kamp-Lintfort-Wesel; Wesel-Kamp-Lintfort gefahren bin war ich so richtig platt. Pro Strecke brauchte ich über 1:40 Stunden. Trotz Gesäßpolster tat das Gesäß ordentlich weh. Zwar war ich durchs Joggen relativ fit, aber es war etwas anderes. Die Büropause von 8,5 Stunden zwischen den Fahrten hatte eine erholsame Wirkung. In diesem Sommer bin ich dann 1 Mal pro Woche mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Gegen Ende des Sommers waren es dann auch schon 2 Tage.
    Im darauf folgenden Jahr wurde ich fitter und ich bin wenn es das Wetter zugelassen hat 2 Mal / Woche nur die 2 x 23 km gefahren. Generell bin ich überwiegend im GLA I-Bereich unterwegs gewesen. An guten Tagen fuhr ich dann auch mal im GLA-II-Bereich und irgendwann kamen dann auf dem Heimweg kleinere Sprints und Fahrtspielchen dazu, um schneller zu werden.

    Was ich damit sagen will, solche Strecken fährt man nicht mal eben so. Der Körper braucht gerade zu Beginn solcher Aktivitäten ausreichend Regenerationszeit, da er anderenfalls in den Streik tritt. Somit ist auch klar, dass es einige Zeit braucht, bis der Körper mit über 60 km/Tag klar kommt.

    Damit solche Strecken gut bewältigt werden können muss unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung und ausgewogene Ernährung geachtet werden. Auf einem meiner Heimwege bin ich einmal quasi kraftlos vom Fahrrad „gefallen“ als ich meine erste Bekanntschaft mit dem gefürchteten „Hungerast“ gemacht hatte.
    Zum Trinken habe ich überwiegend Wasser manchmal auch mit Magnesiumcitrat angereichert dabei. Im Winter bevorzuge ich heißes Wasser zum Trinken, weil es sich für den Körper als angenehmer anfühlt. Da ich mich überwiegend basenüberschüssig, gluten- und zuckerfrei ernähre und auch auf tierische Lebensmittel (bis auf wenige Ausnahmen) verzichte, ist es wichtig dennoch genügend Kohlenhydrate und Eiweiß aufzunehmen. Da Getreideprodukte weitestgehend herausfallen kommen als Kohlenhydrat- und Eiweißlieferanten Hülsenfrüchte und Obst und Gemüse zum Einsatz.

    Salat mit Linsenbratling

    Pendelt ihr auch regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit oder habt die das schon einmal ausprobiert? Was sind eure Erfahrungen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.