Kategorie: Lifestyle

  • Meine Empfehlungen

    Meine Empfehlungen betreffen Bücher, Haushaltsgegenstände, Gartenzubehör usw. All diese Dinge halte ich für hilfreich und nützlich, um mir mein Leben zu vereinfachen.

    Kategorie: Bücher

    Persönlichkeitsentwicklung

    • Am Arsch vorbei geht auch ein Weg, Wie sich dein Leben verbessert, wenn du dich endlich locker machst, Autorin: Alexandra Reinwarth, 36. Auflage 2025 mvgverlag, Kindle-Edition
    • Das Buch deines Lebens – 1: Umbruch – Teil 1, Autorin: Jule Pieper, 2019, kindleunlimited
    • Das Buch deines Lebens – 2: Aufbruch – Teil 2, Autorin: Jule Pieper, 2021, kindleunlimited
    • Macht des geschriebenen Wortes: Mentale Gesundheit durch Tagebuchschreiben, Autorin: Jule Pieper, 2022 kindleunlimited
    • 101 Fragen an mich selbst: Finde die Antworten in dir selbst, die dir sonst niemand geben kann, Autorin: Alina Roth, 2023 Kindle-Edition
    • Das Kind in dir muss Heimat finden: Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme, Autorin: Stefanie Stahl, 2015, Kailash-Verlag, (Kindle-Edition)
    • Die Bullet-Journal-Methode: Verstehe deine Vergangenheit, ordne deine Gegenwart, gestalte deine Zukunft, Autor/*in: Ryder Carroll, Viola Krauß, 2018, Rowohlt Taschenbuch, Kindle-Edition

    Gesundheit

    • Wenn der Körper nein sagt: Wie verborgener Stress krank macht – und was Sie dagegen tun können, Autor: Gabor Maté, 2022 Narayana Verlag, Kindle-Edition
    • Burn On: Immer kurz vorm Burn Out: Das unerkannte Leiden und was dagegen hilft; Verdeckte Depressionen erkennen, behandeln und loswerden, Autor: Bert te Wildt, Timo Schiele, 2. Auflage 2023, Droemer TB Verlag

    Unterhaltung:

    • Rückkehr der Engel (Angelussaga 1), Autorin: Marah Woolf, 2018, kindleunlimited; Kategorie: Fantasy
    • Zorn der Engel (Angelussaga 2), Autorin: Marah Woolf, 2019, kindleunlimited; Kategorie: Fantasie
    • Das Buch der Engel (Angelussaga 3), Autorin: Marah Woolf, 2019, Piper Fantasy, kindleunlimited; Kategorie: Fantasie
    • Das Knochenlabyrinth, Autor: James Rollins, 2018 Blanvalet Taschenbuch Verlag, Kindle; Kategorie: Thriller
    • Sandsturm, Autor: James Rollins, 2016, Blanvalet Taschenbuch Verlag, Kindle: Kategorie: Thriller
    Kategorie: Garten
    • Effektive Mikroorganismen, EM1 Urlösung, von EMIKO, 1 Liter-Flasche (Amazon)
    • Zuckerrohrmelasse 1,3 kg, Original EM Effektive Mikroorganismen zum herstellen von EMa (Amazon)
    • EMa Starter-Paket vom EMIKO (EMIKO-shop)
    • NaturGut 5 Apothekerflaschen 1 Liter in Braunglas mit Verschluss (Amazon)
    • Skaza Bokashi Organko Biomülleimer Küche Set (2 x 16 Liter) – Komposteimer Küche und Garten – mit 1 Kg EM Fermentieren Aktivator (Grau-Grün) 70 € (Amazon)
    • Bokashi Eimer Starterset – Japanisches Design (grau) + Bokashi Ferment + Bokashi Broschüre, 55 € (Amazon)
    • Schicker Mineral Diabas Urgesteinsmehl sandig 25 kg, Lava Gesteinsmehl 0-2 mm versorgt Garten und Boden natürlich mit Mineralien, 100% Naturprodukt, Bodenhilfsstoff, Bodenverbesserer, Fibl gelistet 19 € (Amazon)
    • Pflanzkohle Premium BodenAKTIV-KONZENTRAT 20 l, 24,95 (Amazon)
    Kategorie: Haushalt
    • Dochte für Teelichter: Amazon: Fanshiontide 500 St., 2,6 cm mit Dochthalter, Baumwolldochte
    • RÖSLE Salatschleuder, Hochwertige Schleuder inklusive Deckel mit Kurbelantrieb 4:1 Übersetzung, Edelstahl 18/10, hochglänzend/matt, Schüssel spülmaschinengeeignet, 24 cm Durchmesser, 27×25.5×18.5 cm (Amazon)
    • Bosch Stabmixer ErgoMaster Serie 6 MSM6M673, 10 Jahre Motorgarantie, Edelstahl-Klingen, verschleißfreie Keramik-Kupplung, Luftkühlung, Zerkleinerer, Kartoffelstampfer, Schneebesen, 1000 W (Amazon)
    • WMF Gourmet Marmeladentrichter 14 cm, Trichter große Öffnung 4 cm, Einfülltrichter Edelstahl, Cromargan Edelstahl, Einfüllhilfe für Gläser (Amazon)

  • Kerzenreste verarbeiten: Teelichter gießen

    Kerzenreste verarbeiten: Teelichter gießen

    Warum ist es sinnvoll Teelichthalter wiederzuverwenden?

    Es ist bekannt, dass sowohl die Produktion als auch das Recycling n Aluminium ein sehr aufwändiger, aber auch umwelt- und gesundheitsschädlicher Prozess ist. Die CO2-Belastung ist deutlich höher als der Nutzen und darüber hinaus werden Abbaustoffe wie z. B. Arsen, Chrom, Cadmium, Blei und Quecksilber freigesetzt, die Böden und Grundwasser und letztlich auch die Gesundheit belasten können. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich auf der quarks-Seite einen Überblick verschaffen: https://www.quarks.de/umwelt/muell/darum-ist-aluminium-nicht-gut-fuer-die-umwelt/

    Hier beschreibe ich, wie ich meinen persönlichen Beitrag leiste, um die Menge zu verringern und einen kleinen Recycling-Kreislauf aufrecht erhalte.

    Es fallen auch immer wieder Wachsreste von Kerzen an, z. B. aus der Adventszeit. Die meisten Kerzen werden unter Verwendung von Palmöl hergestellt. Da für den Anbau von Palmöl ganze Lebensräume zerstört werden, sollte man versuchen weitestgehend auf diese Produkte zu verzichten. Aufgrund der Intransparenz auf den Produkten (insbes. Kerzen) ist dies allerdings nicht ohne intensive Recherchen möglich. Daher sammle ich diese Kerzenreste im Laufe des Jahres und verwende sie weiter, indem ich diese schmelze und Teelichter daraus herstelle.

    Was braucht man zum Kerzenreste-Recycling?

    • Kerzenreste
    • Teelicht- oder Kerzendochte
    • Zeitungspapier
    • einen alten Topf
    • einen alten Schmelztegel fürs Wachs
    • etwas Ruhe und Muße und ggf. eine Tasse Kaffee mit gemütlicher Musik

    Diese Lösung steht nach meinem Verständnis im Einklang zu einem achtsamen und rücksichtsvollen Lebensstil gegenüber Mitmenschen, Natur und Umwelt. Außerdem hat diese Tätigkeit etwas meditatives, was sehr entspannend ist und gleichzeitig den Geldbeutel entlastet.

    Habt ihr auch schonmal aus Teelichthaltern oder Kerzenresten was Neues geschaffen? Was habt ihr gemacht?

    Erzählt mir davon in den Kommentaren.

    Viel Spaß beim Video anschauen.

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  • Raunächte – Die Zeit steht still

    Raunächte – Die Zeit steht still

    Mit der Wintersonnenwende am 21.12. beginnt die Zeit der Raunächte. Um diese Raunächte ranken sich viele Mythen, Geschichten, Sagen und Märchen. Man bezeichnet diesen Zeitraum auch als „zwischen den Jahren“. Diese Bezeichnung hat wahrscheinlich ihren Ursprung in der Differenz zwischen dem Mondjahr, das 354 Tage hat, und dem Sonnenjahr mit seinen 365 Tagen. An diesen 11 Tagen bzw. während dieser 12 Nächte ruhte quasi das Leben.

    Bereits mit den sogenannten Lostagen am 24.11. , den Katharinentag, 30.11, den Andreastag, 04.12., den Barbaratag, 06.12., den Nikolaustag, 21.12., den Thomastag bzw. die Wintersonnenwende beginnt die Einstimmung auf die Raunächte. In dieser Zeit werden die Schatten noch länger die Nächte noch dunkler und unheimlicher. Als es noch keine elektrische Beleuchtung gab, bevorzugten die Menschen sich in ihre Häuser zurück zu ziehen und sich im engsten Familienkreis zu wärmen und Geschichten zu erzählen.

    Die eigentlichen Raunächte beginnen mit dem Sonnenuntergang am Heiligen Abend und enden mit dem Sonnenaufgang am 06.01.. Warum beginnen sie nicht schon am 21.12.? Wenn die Sonne an ihrem Wendepunkt angekommen ist, haben wir den kürzesten Tag und die längste und dunkelste Nacht. An den drei darauffolgenden Tagen sind die Änderungen des Sonnenstandes kaum zu spüren, so dass man den Eindruck hat, dass die Sonne bzw. die Zeit stillsteht. Erst ab dem 24.12. werden die Tage in ganz kleinen Schritten wieder länger.

    Die Hauptthemen der Raunächte sind Licht, Schatten und Dunkelheit. Dabei geht es nicht nur um die physikalischen Zustände, sondern auch geistige Qualitäten. Die dunkle Zeit ist bestens dazu geeignet selber in sich zu gehen und sich zu besinnen, achtsamer und aufmerksamer zu sein. Achtsamer zu werden bedeutet auch, seine Sinne zu schulen und zu schärfen. Lange Schatten als Kontrast zum Licht können auch Dinge sein, die wir in unser Unterbewusstsein verbannt haben. Daher ist es die Zeit das vergangene Jahr zu reflektieren und die ins Unterbewusstsein verbannten Dinge wieder ans Licht zu holen und genauer zu betrachten. Einen nicht unerheblichen Schatten hat in diesem Jahr die Corona-Pandemie auf unsere Lebenswirklichkeit geworfen. Gerade hinsichtlich der durch die Corona-Pandemie erfahrenen Ängste, Einschränkungen und ggf. Verluste aber auch neue Chancen und Erfahrungen können durch eine intensive Reflexion ein guter Ausgangspunkt für den Start ins neue Jahr bedeuten. Das Licht in diesem Zusammenhang steht für Hoffnung aber auch für die Energie für einen Neustart. Man könnte es auch so verstehen, dass man seine persönlichen Ziele, Wünsche und Träume auf seinen Lebensplan neu ausrichtet und auf diese Weise seinen Lebenswille bekräftigt.

    Kerzen und Räucherrituale zur Raunacht

    Jede dieser 12 Raunächte ist einen Monat des folgenden Jahres zugeordnet und hat ein eigenes Thema:

    1. Raunacht 24./25.12. Sie steht für den Monat Januar und ihre Themen sind Rückschau auf das vergangene Jahr, Familie, Herkunft und Ahnen. Dieser Tag ist günstig, um sich Gedanken zu machen was man mit ins neue Jahr nehmen oder wovon man sich trennen möchte. Wenn man meditieren möchte, kann man den Schwerpunkt auf sein Wurzel-Chakra ausrichten.

    2. Raunacht 25./26.12. Sie steht für den Monat Februar und ihre Themen sind Intuition, höheres Selbst, innere Führung, kurz es geht um Selbstverwirklichung. Hier geht es um den Zugang zu unserem Lebensplan, seine Talente und Fähigkeiten zu erkennen und auszuschöpfen. Also seinen inneren Lehrer zu erkennen und dadurch Klarheit und Zentriertheit zu erfahren. Beim Meditieren steht hier das Kronen-Chakra im Vordergrund.

    3. Raunacht 26./27.12. Sie steht für den Monat März. Es ist Aufbruchstimmung und der Frühling steht vor der Tür. Die Natur hat ihre Kräfte gesammelt und ist bereit für neues Leben. Die Hauptthemen der 3. Raunacht sind Herzensangelegenheiten, also Beziehungen jeglicher Art: Partnerschaft, Freunde, Arbeitskollegen usw. Es geht aber auch um Herzenswünsche. Was erfreut mich und was raubt mir Energie? Bei der Meditation steht hier das Herz-Chakra im Vordergrund.

    4. Raunacht 27./28.12. Sie steht für den Monat April. Ihre Themen sind Auflösung und Transformation. In der Natur entsteht aus einen Saatkorn ein kleines Pflänzchen. In uns steht es für Reinigung bzw. Bereinigung. Hier geht es darum Dinge oder Verhaltensmuster, die mich behindern oder stören in eine positive Variante umzuformen und das nicht gewünschte in einer (imaginären) Flamme zu verbrennen. Dies kann z. B. im Rahmen einer Meditation erfolgen.

    5. Raunacht 28./29.12. Steht für den Monat Mai. In der Natur explodiert das Leben. Wärmeliebende Pflanzen werden gepflanzt bzw. treiben neu aus. Die Hauptthemen dieser Raunacht sind Freundschaft und Selbstliebe. Erst die Selbstliebe ermöglicht es richtig aufzublühen. An dieser Stelle ist auch zu fragen was einen blockiert und wie man dieses aus seinem Leben verbannen kann.

    6. Raunacht 29./30.12. steht für den Monat Juni. In der Natur steht alles in Blüten und die ersten Früchte reifen. Themen dieser Nacht sind erneut Bereinigung und Loslassen. Hier geht es um das Erkennen von Widerständen, diese bewusst anzusehen, sie als Geschenk anzuerkennen, wertzuschätzen um sie dann liebevoll zu verabschieden. Dies ist quasi wie das Unkraut jäten oder das Vereinzeln der Saat. Hilfreich ist hier eine reinigende Chakrenmeditation mit einen leichten Schwerpunkt auf das Herz-Chakra.

    7. Raunacht 30./31.12. steht für den Monat Juli. Die Natur steht in voller Kraft. Die Erntezeit beginnt. Der Boden will genährt und gepflegt werden. Diese Nacht steht ganz im Zeichen auf der Vorbereitung auf das kommende Jahr. Hier kann man wieder eine Chakrenmeditation zur Öffnung und Reinigung machen. Auch äußerlich kann man ein Bad nehmen und alles Alte abwaschen. Hier will aber auch die Seele – oder anders ausgedrückt „die inneren Kinder“ gehört werden, weshalb man achtsam lauscht und man sich liebevoll um sich selbst kümmert. Träume, Wünsche, Projekte, Gedanken, Ideen aber auch Demütigungen, Verletzungen, Schmerzen und traurige Erinnerungen werden liebevoll betrachtet und angenommen.

    8. Raunacht 31.12/01.01. entspricht dem Monat August. Die Natur hat ihre maximale Kraft erreicht und das erste Saatgut fürs nächste Gartenjahr ist ausgereift . Diese Raunacht steht für Neubeginn und die Geburt des neuen Jahres. Hier geht es um das Entdecken der ureigenen Kräfte in unserem Inneren, unserer Intuition. Durch sie in Verbindung mit unserem Tun im Hier und Jetzt erfahren wir Glück. Der achtsame Umgang mit der Umwelt ermöglicht das Sehen von kleinen Wundern.

    9. Raunacht 01./02.01. entspricht dem Monat September. In der Mythologie öffnet sich hier die Pforte zur Anderswelt. Diese Nacht steht für Gold, Licht, innere Mitte. Hier geht es um das Erkennen der Essenz unseres Seins, das Spüren unserer inneren Mitte. Diese finde ich, wenn Körper, Geist, Seele und Gefühle eine Einheit sind. Die dafür erforderliche Klarheit erreiche ich durch Ordnung und Struktur. Hier kann eine Meditation mit Schwerpunkt auf das Kronen-Chakra unterstützten.

    10. Raunacht 02./03.01. korrespondiert mit dem Oktober. Hier wird auch Erntedank gefeiert. Diese Nacht steht für Visionen und der Verbindung mit dem Göttlichen. Hier gilt es Herz und Seele für das Spirituelle zu öffnen. Den tiefen, inneren Frieden erfahren wir, wenn absolute Harmonie zwischen der inneren und äußeren Welt besteht. Eigenverantwortung, Dankbarkeit, Zufriedenheit, aber auch das richtige Maß zu finden sind hierfür die Werkzeuge.

    11. Raunacht 03./04.01. entspricht dem Monat November. Die Natur bereitet sich auf die Winterruhe vor. Hauptthemen für diese Nacht sind Loslassen, Abschied nehmen und Beschäftigung mit dem Tod. Hier geht es um das Erkennen des inneren Kerns. Durch unseren Lebensstil werden wir von allen Seiten beeinflusst und verblendet. Es werden Wünsche und Begierden durch Konsumkonzerne geschürt, die letztlich Leere, Unzufriedenheit, Neid, Egoismus fördern und Leid in uns verursachen. Der Ausweg aus diesen Leid führt über Bescheidenheit, Zufriedenheit, Wertschätzung und Dankbarkeit im achtsamen Hier und Jetzt. Nur wenn man nichts festhält und Altes gehen lässt kann Neues entstehen oder kommen.

    12. Raunacht 04./05.01. entspricht dem Dezember. Der Jahreskreis schließt sich. Dieser Tag steht für Räuchern, Reinigen und Gnade. Hier geht es darum wahrhaftig und aus voller Seele leben zu wollen. Sich nochmal richtig zu verwurzeln, damit wir mit beiden Füßen fest am Boden und im Leben stehen und unser Leben nach unseren Vorstellungen verwirklichen.

    Für jede dieser Nächte gibt es Rituale und Bräuche, die helfen Antworten auf diese Fragen zu den einzelnen Themen zu finden. Dazu gehört das Räuchern, Lagerfeuer, Erstellen und Verbrennen von Wunschzetteln und Zettel mit Dingen, die wir loslassen wollen, Runen, Tarot- oder Orakelkarten, das Schreiben eines Traum- oder Raunachttagebuch. Auch Phantasiereisen und Meditationen helfen Antworten zu finden.

    Es wird empfohlen an jeden dieser Tage Erlebnisse, Gedanken, Ideen usw. zu notieren, um dann zu sehen, wo Chancen und Entwicklungspotenziale zu finden sind.

  • Pendeln mit dem Fahrrad – ein Selbstversuch

    Pendeln mit dem Fahrrad – ein Selbstversuch

    Im Rahmen des diesjährigen Stadt-Radelns im September ist mir der Gedanke gekommen, dass man möglichst oft mit den Rad zur Arbeit fahren könnte. An schönen Tagen bin ich zwar hin und wieder mal mit dem Rad zur Arbeit gefahren, maximal jedoch zwei Tage pro Woche, da der Zeitaufwand hierfür doch sehr hoch ist.

    Mit dem Fahrrad über eine mittlere Distanz von 25 km zur Arbeit pendeln
    1. Ausgangslage
    2. Voraussetzungen
      1. Umkleide-und Waschmöglichkeiten auf der Arbeit
      2. Halbwegs passable Radwege
      3. funktionales Equipment
        1. Das Fahrrad
        2. Die Kleidung
      4. Körperliche Fitness und Ernährung

    Ausgangslage

    Daher habe ich beschlossen das Fahrrad-Pendeln im November auszuprobieren. Hierzu gibt es hier eine kleine Mini-Serie. Dieser Teil beschäftigt sich mit den Voraussetzungen für das Fahrrad-Pendeln.

    Von Kamp-Lintfort nach Wesel sind es ca 23 km. Wenn ich dann direkt von der Arbeit zum Stall und von dort nach Hause fahre, kommen nochmals 38 km hinzu, so dass ich auf etwas über 60 km pro Tag komme. Ich bin wirklich nicht die Schnellste auf dem Rad. Wenn ich richtig gut bin schaffe ich die 23 km in ca. 70 Minuten zu fahren und komme dann ziemlich durchgeschwitzt am Ziel an. Pro Tag verbringe ich dann ca. 3:45 Stunden auf dem Fahrrad. Soweit so gut. Unter Pendeln verstehe ich auch, dass man bei fast jedem Wetter fährt (außer es wird zu gefährlich,
    z. B. bei Glatteis).

    Voraussetzungen

    Zur Arbeit zu pendeln setzt ein paar Dinge voraus:

    Umkleide-und Waschmöglichkeiten auf der Arbeit

    Ideal wäre, wenn der Arbeitgeber Umkleideräume mit Duschen zur Verfügung stellt. Dadurch wäre gewährleistet, dass man quasi wirklich frisch am Arbeitsplatz sitzt. Bei meinem Arbeitgeber ist dies leider nicht der Fall. In der Regel bin ich vor meinen Kolleginnen auf der Arbeit, so dass ich mich in aller Ruhe in der regulären „Keramikabteilung“ frisch machen kann. Etwas Seife, Waschlappen, ein Handtuch und Deo sind dafür vollkommen ausreichend, wenn man nicht total durchnässt ankommt. Das bedeutet für mich ein Tempo zu fahren, bei dem ich möglichst wenig schwitze. Natürlich hat man ordentliche Bürokleidung dabei, so dass man adäquat gekleidet am Schreibtisch sitzt.

    Diese infrastrukturelle Einschränkung bedeutet aber auch für mich, dass es auf dem Hinweg zur Arbeit nicht regnen darf und ich regelmäßig einen Blick auf den Wetterbericht habe, ob es morgens regnet. Auch Abends sollte es möglichst nicht nicht zu stark regnen. Insbesondere, wenn es dabei auch kalt ist. Schwitzen ist ein Kühlmechanismus des Körpers, wenn ich dann abends am Stall noch das Pferd bewege und versorge, was schon mal 2-3 Stunden dauert, kann das schnell zum Auskühlen führen und man fängt sich einen Infekt ein. Dies wäre jetzt zu Corona-Zeiten nicht wirklich empfehlenswert.

    Halbwegs passable Radwege

    Die Radwege hier am Niederrhein sind halbwegs brauchbar. Zwar gibt es auch hier an den ein oder anderen Stellen richtige Buckelpisten auf denen die Baumwurzeln den Asphalt hochdrücken, auf den Strecken, die ich befahre sind diese Stellen eher selten. Auch habe ich keinen „gefährlichen“ Stadtverkehr was nicht bedeutet, dass ich sehr aufmerksam unterwegs sein muss.

    funktionales Equipment

    Das Fahrrad

    Ich habe ein Winora-Tourenrad aus dem Jahr 1984 mit einer 12-Gang-Shimano-Positron-Schaltung und Cantilever-Bremsen für vorne und hinten. Damit die Beleuchtung auch bei schlechtem Wetter gut funktioniert, ist das Fahrrad mit einem vorderen Laufrad mit Nabendynamo und einer breit streuenden LED-Vorderlampe sowie eine größere LED-Schlussleuchte ausgestattet. Das Besondere an diesen Lampen ist, dass diese eine Standleuchtenfunktion haben – also auch an Ampeln bleibt die Beleuchtung an. Das Licht schaltet sich bei Dämmerung selbständig an. Da ich immer Probleme mit einschlafenden Händen am Lenker hatte, wurde das Rad zwischenzeitlich mit einem Rennradlenker und einem Triathlonaufsatz ausgestattet. Dies ermöglicht mir verschiedene Sitzpositionen auf der Fahrt einzunehmen. Außerdem habe ich einen Metallkorb auf dem Gepäckträger, in den der Rucksack während der Fahrt seinen Platz findet. Da bei längeren Touren das Trinken wichtig ist, wurde auch ein Getränkehalter angebracht. Da ich auf Plastik weitestgehend verzichte habe ich mich für Edelstahlflaschen entschieden: für den Sommer eine normale und für den Winter eine mit Thermofunktion. (Im letzten Winter war mir einmal das Wasser in der Sommerflasche fast eingefroren ;-)

    Die Kleidung

    Da Bürokleidung meinem Empfinden nach ziemlich unbequem auf dem Fahrrad ist und dazu auch schnell verschleißt und verschmutzt habe ich mich für eine funktionale Fahrradbekleidung entschieden. Der Fahrradhelm ist dabei Pflicht. Zum Schutz der Augen trage ich eine Brille – im Sommer dann eine Sonnenbrille.

    Im Sommer trage ich eine kurze Fahrradhose mit Gesäßpolster und ggf. Beinlinge. Darüber ein Shirt. Wenn es besonders heiß ist bevorzuge ich luftige Shirts. Ansonsten tun es an kühleren Tage auch langärmlige leichte Trikots. Da ich keine Klickpedale habe, ziehe ich normale luftigere Turnschuhe an.

    Im Winter trage ich eine lange, innen aufgeraute Fahrradhose mit Gesäßpolster. Außerdem habe ich auch eine Thermoradhose mit Gesäßpolster. Dann hängt es etwas von den Temperaturen ab: kurz- oder langärmliges Funktionsunterhemd, wärmendes Trikot, und eine Softshell-Jacke, bei der ich, wenn es wärmer wird die Ärmel abnehmen und diese dann als Weste verwenden kann. Außerdem habe ich eine Helmmütze und Handschuhe. An den Füßen trage ich Turnschuhe mit einer Gore-Tex-Membran, so dass die Füße etwas vor dem Fahrtwind geschützt sind und nicht beim Durchfahren einer Pfütze oder bei einem Schauer direkt nass werden. Damit ich in der dunklen Jahreszeit gut gesehen werden kann trage ich über der Jacke noch eine gelbe „Leuchteweste“

    Regelmäßig an Board ist die Regenbekleidung: eine Regenhose, Regenjacke, Regenschutz für den Helm.

    Die Winterausstattung

    Körperliche Fitness und Ernährung

    Als ich vor zwei Jahren das erste Mal die Strecke Kamp-Lintfort-Wesel; Wesel-Kamp-Lintfort gefahren bin war ich so richtig platt. Pro Strecke brauchte ich über 1:40 Stunden. Trotz Gesäßpolster tat das Gesäß ordentlich weh. Zwar war ich durchs Joggen relativ fit, aber es war etwas anderes. Die Büropause von 8,5 Stunden zwischen den Fahrten hatte eine erholsame Wirkung. In diesem Sommer bin ich dann 1 Mal pro Woche mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Gegen Ende des Sommers waren es dann auch schon 2 Tage.
    Im darauf folgenden Jahr wurde ich fitter und ich bin wenn es das Wetter zugelassen hat 2 Mal / Woche nur die 2 x 23 km gefahren. Generell bin ich überwiegend im GLA I-Bereich unterwegs gewesen. An guten Tagen fuhr ich dann auch mal im GLA-II-Bereich und irgendwann kamen dann auf dem Heimweg kleinere Sprints und Fahrtspielchen dazu, um schneller zu werden.

    Was ich damit sagen will, solche Strecken fährt man nicht mal eben so. Der Körper braucht gerade zu Beginn solcher Aktivitäten ausreichend Regenerationszeit, da er anderenfalls in den Streik tritt. Somit ist auch klar, dass es einige Zeit braucht, bis der Körper mit über 60 km/Tag klar kommt.

    Damit solche Strecken gut bewältigt werden können muss unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung und ausgewogene Ernährung geachtet werden. Auf einem meiner Heimwege bin ich einmal quasi kraftlos vom Fahrrad „gefallen“ als ich meine erste Bekanntschaft mit dem gefürchteten „Hungerast“ gemacht hatte.
    Zum Trinken habe ich überwiegend Wasser manchmal auch mit Magnesiumcitrat angereichert dabei. Im Winter bevorzuge ich heißes Wasser zum Trinken, weil es sich für den Körper als angenehmer anfühlt. Da ich mich überwiegend basenüberschüssig, gluten- und zuckerfrei ernähre und auch auf tierische Lebensmittel (bis auf wenige Ausnahmen) verzichte, ist es wichtig dennoch genügend Kohlenhydrate und Eiweiß aufzunehmen. Da Getreideprodukte weitestgehend herausfallen kommen als Kohlenhydrat- und Eiweißlieferanten Hülsenfrüchte und Obst und Gemüse zum Einsatz.

    Salat mit Linsenbratling

    Pendelt ihr auch regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit oder habt die das schon einmal ausprobiert? Was sind eure Erfahrungen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

  • Natürlich fit mit Walking und Nordic-Walking (Teil 2)

    Natürlich fit mit Walking und Nordic-Walking (Teil 2)

    Einleitung

    Im ersten Teil (hier) dieser Mini-Serie habe ich euch erklärt was  Walking  und Nordic-Walking ist, für wen es geeignet ist und was man dafür benötigt. In diesem Teil möchte ich euch den theoretischen Hintergrund der Technik erläutern. Die korrekte Technik kann nur ein ausgebildeter Trainer vor Ort vermitteln und es braucht ein wenig Zeit und Geduld, bis man diese gut beherrscht.

    Walking

    Die Walking-Technik

    Die Walking-Technik stellt keine allzu großen Anforderungen an die Koordination, weil diese der alltäglichen Gehtechnik sehr ähnlich ist. Dennoch sind einige Besonderheiten zu beachten:

    1. Die Füße werden mit der Ferse bei leicht gebeugten Knie aufgesetzt.
    2. Die Füße rollen mit der ganzen Sohle ab und mit dem Ballen stößt man sich kräftig ab.
    3. Die Füße bewegen sie parallel zur Gehrichtung.
    4. Die Ober- und Unterarme stehn im 90-Grad-Winkel und schwingen aus dem Schultergelenk eng und parallel zum Körper und diagonal zu den Beinen (sog. Diagonaltechnik).
    5. Das Ellenbogengelenk bleibt starr, d. h. der Unterarm baumelt nicht.
    6. Die Atmung und ruhig und gleichmäßig.
    7. Der Blick ist auf einige Meter voraus gerichtet.
    8.  Die Schultern bleiben locker und werden nicht nach oben gezogen.
    9. Der Oberkörper wird aufrecht und ruhig gehalten. Es wird keine Drehbewegung gemacht.

    Es mag anmuten, dass die Armbewegung etwas albern aussieht. Wenn man sich bewusst macht, dass die Bewegung der Arme (aus dem Schultergelenk) der Antrieb für die Bewegung der Beine ist, wird dies nachvollziehbar.

    Probiert Folgendes mal aus:
    1. Geht oder lauft mal mit den Händen in den Hosentaschen.
    2. Lasst beim gehen oder laufen die Arme nur mal mitbaumeln.
    3. Bewegt die Arme beim gehen oder laufen quer zur Bewegungsrichtung.
    4. Schwingt die Arme aus der Schulter parallel zur Bewegungsrichtung.

    Wie fühlen sich die Bewegungen an?
    Bei der letzten Variante fühlte sich die Bewegung sicherlich harmonischer an und ihr seid ggf. auch schneller voran gekommen.

    Die Nordic-Walking Technik

    Grundlage der Nordic-Walking-Technik ist die Walking-Technik. Nordic-Walking stellt höhere Ansprüche an die Koordination und es bedarf einige Stunden Übung und Geduld, bis die Technik gut beherrscht wird. Der korrekte Bewegungsablauf wird durch folgende Regeln erreicht:

    1. Grundsätzlich aufrechter Oberkörper, außer bei bergauf und dynamischen Training ist der Oberkörper leicht nach vorne gebeugt.
    2. Auf eine entspannte Grundhaltung des Körpers auch im Schulter-Nacken-Bereich ist zu achten. Rotationen im Oberkörper sollten vermieden werden und die Arme schwingen locker aus der Schulter.
    3. Der vordere Arm ist immer leicht gebeugt.
    4. Die Finger des vorderen Arms umschließen beim Stockeinsatz fest den Griff.
    5. Der Stockeinsatz erfolgt immer unterhalb des Körperschwerpunktes: er wird vor der hinteren Fußspitze aktiv in den Boden gestochen (ca. ein 45-Grad-Winkel).
    6. Die Fersen werden bei leicht gebeugten Knien gerade aufgesetzt und der Fuß über die gesamte Sohle abgerollt.
    7. Die Schrittlänge ist dem Gelände angepasst.
    8. Die Schubphase ist dadurch gekennzeichnet, dass der Stock seit hinter den Körper geführt wird, wobei der hintere Arm vollkommen gestreckt ist.
    9. Die hintere Hand öffnet sich und gibt den Druck auf die Handschlaufe ab.
    10. Der Stock wird eng am Körper nach vorne und hinten geführt.

    Werden die Grundtechniken beherrscht, entfalten Wolking und Nordic-Walking hier volle Wirksamkeit:
    – Training des gesamten Körpers und nicht nur der Beine
    – orthopädische Belastungen erheblich reduziert werden
    – sowohl die Arm- als auch die Beinkraft wird effizient eingesetzt.

    Außerdem kann man auch mit Nordic-Walking sogar ein „moderates“ Intervall-Training z.B. als Fahrtspiel, Pyramidentraining, und sogar Training an Steigungen absolvieren.

    Hast du schon einmal Walking bzw. Nordic-Walking ausprobiert? Wie sind deine Erfahrungen? Wie und wo trainierst du am liebste? Schreib mir dazu etwas in die Kommentare.

    Lasst uns Nordic-Walken gehen
  • Natürlich fit mit Walking und Nordic-Walking (Teil 1)

    Natürlich fit mit Walking und Nordic-Walking (Teil 1)

    1. Warum Sport und Ausdauersport für die Gesundheit wichtig sind
      1. Ursachen für Bewegungsmangel:
      2. Folgen von Bewegungsmangel
      3. Vorteile eines aktiven Lebensstils
    2. Was ist der Unterschied zwischen Walking und Nordic-Walking?
      1. Walking
      2. Nordic-Walking
    3. Für wen ist Walking / Nordic-Walking geeignet?
    4. Was ist das Besondere am Nordic-Walking?
    5. Welche Ausrüstung benötige ich Walking/Nordic-Walking?
    6. Fortsetzung: Teil 2

    Mein Ziel ist es mein Leben so einfach und natürlich wie möglich zu gestalten. So möchte ich auch beim Training auf unnötigen Schnickschnack verzichten und trotzdem effektiv fit werden und was für meine Gesundheit und mein Wohlbefinden tun. Dazu bevorzuge ich die Bewegung in der Natur.
    Bis vor kurzem gehörte unter anderem auch Joggen zu meinem Leben. Leider macht der Fuß seit einigen Monaten immer wieder Probleme (Ursache noch immer unklar), so dass ich  auf schonendere Ausdauersportarten ausweichen musste. Zwei Ausdauersportarten, die mit dem Laufen eng verwand sind, möchte ich euch in diesem Beitrag vorstellen:  Walking und Nordic-Walking.

    Warum Sport und Ausdauersport für die Gesundheit wichtig sind

    Ursachen für Bewegungsmangel:


    Wenn ich an schlechten Tagen die Schritte auf meinem Fitnesstracker überprüfe komme ich auf nicht einmal 5.000 Schritte.  Ein angemessener Bewegungsumfang liegt bei ca. 10.000 Schritte pro Tag. Mein persönliches Schrittziel habe ich auf 15.000 Schritte gesetzt. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen schafft die überwiegende Bevölkerung kaum  mehr als 5.000 Schritte pro Tag.  Ursachen: vorallem sitzende Tätigkeiten auf der Arbeit, die TV-Entspannung auf der Couch, die  Wege zur Arbeit und zum Einkaufen werden mit dem PKW zurück gelegt. Der Lieferservice bringt das Essen bis auf dem Teller…, Fahrstuhl, Rolltreppe usw. tragen zu einem bewegungsarmen Lebensstil bei.

    Folgen von Bewegungsmangel

    Die Folgen eines bewegungsarmen Lebensstils in Verbindung mit einer unausgewogenen Ernährung sind Übergewicht/Adipositas, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes Mellitus (Typ 2), Bluthochdruck, degenerative Erkrankungen wie Arthrose, Osteoporose, Fehlhaltungen, Depressionen, gesteigertes Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Infekten, aber auch Krebserkrankungen.

    Vorteile eines aktiven Lebensstils

    Was ist der Unterschied zwischen Walking und Nordic-Walking?

    Walking

    Nordic-Walking

    Für wen ist Walking / Nordic-Walking geeignet?

    Da diese Sportarten mit dem natürlichen Gehen, wie wir es im Alltag tun, eng verwandt sind kann man sagen, dass jeder diese Sportarten ausüben kann. Insbesondere Menschen, die sich lange nicht mehr sportlich betätigt haben, können über Walking/Nordic-Walking einen Einstieg schaffen. Auch für Schreibtischtäter, die etwas mehr Bewegung in ihr Leben integrieren wollen, bieten sich diese Sportarten an – sogar in der Mittagspause. Aber auch für ältere Menschen, Menschen mit Übergewicht / Adipositas, Diabetes und Reha-Patienten gelten Walking/Nordic-Walking als geeignete Sportarten.

    Was ist das Besondere am Nordic-Walking?

    Als Einstieg in ein saftes Ausdauertraining, kann Nordic-Walking als ein präventives Ganzkörpertraining aufgefasst werden, das sowohl die großen Muskelgruppen als auch das Herz-Kreislaufsystem trainiert. Bei richtiger Technik ist es sehr gelenkschonend und effektiver als das einfache Walking. Darüber hinaus werden Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit verbessert.

    Die Vorteile des Nordic-Walkings kann man nur dann voll ausschöpfen, wenn die Bewegungsabläufe technisch korrekt ausgeübt werden.  Dazu ist es zwingend  erforderlich, dass die Technik von einem geschulten Trainer vermittelt wird – als Trainierin weiß ich wovon ich rede. (Mangelhafte Technik ist der Hauptkritikpunkt!)

    Welche Ausrüstung benötige ich Walking/Nordic-Walking?

    Der Schuh gilt als wichtigster Teil der Ausrüstung. Er stützt und schützt den Fuß, dämpft den Aufprall und reduziert somit die Belastung für die Gelenke. Er vermindert die Gefahr auszurutschen. Entscheidungskriterien für einen Trainingsschuh sind: Körpergewicht, die Füße (bez. Pronation (Innenbelastung) und Supination (Außenbelastung)) und das Trainingspensum. Die Besonderheit beim Walking-Schuh ist der stärker abgerundete Fersenbereich der Sohle. Um Verletzungen im Fuß, Knie- und Hüftgelenk zu vermeiden, sollte man sich im Fachgeschäft bezüglich des richtigen Schuhes beraten lassen.

    Die Bekleidung sollte funktionell und dem Wetter angemessen sein.  Da Baumwoll sich  mit Schweiß vollsaugt, ist dieses Material wenig geeignet. Vorallem wenn es kühler wird, steigt die Gefahr auszukühlen und sich zu erkälten. Weitere Kriterien sind daher: atmungsaktiv, wasserabweisend und sichtbar. Insbesondere in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig von anderen Verkehrsteilnehmern gut und rechtzeitig gesehen zu werden. Dazu sollten Jacke, Laufhose, Schuhe Reflextoren haben, auch eine reflektierende Jacke oder Blinklichter, die an den Oberarmen befestigt werden, erhöhen die eigene Sicherheit.

    Für das Nordic-Walking werden spezielle Stöcke benötigt. Diese müssen zur eigenen Körpergröße passen. Wenn die Stöcke aufgestellt sind und die Hand die Griffe umfasst, sollte der Unterarm einen Winkel von 90 Grad zum Oberarm haben. Skie-Stöcke und Wanderstöcke sind vollkommen ungeeignet.

    Um die Belastung hinreichend kontrollieren zu können, empfiehlt sich eine Pulsuhr oder ein Fitnesstracker. Insbesondere hoch motivierte Anfänger kommen schnell in den Bereich der Überbelastung. Mithilfe einer stetigen Pulskontrolle lässt sich diese Gefahr beseitigen, bzw. kann man dem rechtzeitigt entgegenwirken.

    Fortsetzung: Teil 2

    Im zweiten Teil (hier)beschreibe ich die Bewegungsabläufe des Walking und Nordic-Walking.

  • Wie  eine  Amaryllis  erneut  zur Blüte kommt

    Wie eine Amaryllis erneut zur Blüte kommt

    Die Amaryllis ist in meinen Augen eine schönsten Winterpflanzen. Sie verkörpert für mich pure Eleganz, Schönheit, Stolz aber auch Stärke und Kraft. Nach vielen Versuchen ist es mir endlich gelungen, sie wieder erneut austreiben zu lassen, was gar nicht so einfach ist, weil die Temperaturbedingungen passen müssen.

    Daher möchte ich euch hier zeigen, wie auch ihr es schaffen könnt, eure Amaryllis, die ihr vielleicht zu Weihnachten geschenkt bekommen habt über den Sommer und den Herbst in eine neue Blüte zu bringen.

    1. Wissenswertes über den Ritterstern (Amaryllis)
      1. Vegetationsphasen und Pflege des Rittersterns (Amaryllis)
        1. Ruhephase
        2. Blühphase
        3. Wachstumsphase
      2. 3. Vermehrung des Rittersterns (Amaryllis)
      3. 4. Blühphase in Bildern unseres Rittersterns (Amaryllis)
    Eine weiße Amaryllis blüht auf

    Wissenswertes über den Ritterstern (Amaryllis)

    Der Ritterstern (Hippeastrum), der auch Amaryllis genannt wird,  gehört zu der Gattung der Amaryllisgewächse, die ihren Urspung in den trockenen Gebieten Südamerikas haben. Die in Europa gezüchteten Rittersterne sind in der Regel Hybride. Sie gehören zu den Zwiebelgewächsen. Da alle Pflanzenteile und insbesondere die Zwiebeln hoch giftig sind (bereits 2 Gramm sind tödlich), sollte man bei kleinen Kindern und Haustieren aufpassen, dass diese nicht in den Körper gelangen.

    Die Amaryllis ist ein Winterblüher, deren Blütezeit zwischen Oktober und April liegt. Sie kann zwischen 60 cm und 80 cm groß werden. Die Blüten können rot, weiß, rosa, violett und gelb sein. Aber auch verschiedene Farben innerhalb der Blüte enthalten. Das Besondere an der Blüte ist, dass sie bis zu 20 cm Durchmesser erreichen kann.

    Die Amaryllis ist eigentlich recht anspruchslos; sie benötigt einen eher kiesig-sandigen Boden, der eher trocken als feucht ist. Wir hatten unser Amaryllis in Kakteen-Erde-Seramis-Gemisch stehen. Ein Platz im Halbschatten reicht ihr.

    Vegetationsphasen und Pflege des Rittersterns (Amaryllis)

    Ruhephase

    Der Start der Vegetationsphasen beginnt eigentlich Im Herbst mit ihrer Ruhephase, die ca. 3 Monate dauert. Hier braucht sie einen dunklen Standort bei Temperaturen um die 16 Grad Celsius. Während dieser Phase wird nicht mehr gegossen. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass keinen Frost abbekommt. Die Blätter sollen komplett eintrocknen, können dann entfernt werden. Die blattlose Phase sollte mindestens 5 Wochen andauern, damit die Amaryllis ihre Kräfte für die nächste Blühphase sammeln kann.

    Blühphase

    Im Winter ist die Blühphase. Wenn die Amaryllis im Dezember wieder blühen soll, ist Anfang November auch ein guter Zeitpunkt, um die Zwiebel in einen größeren Topf umzupflanzen und sie regelmäßig mit etwas Wasser über den Untersetzer zu versorgen. Zu beachten ist, dass die Zwiebel nur bis zur Hälfte im Substrat eingepflanzt wird. Bis die Zwiebel wieder austreibt sollte sich noch immer an einen dunklen Ort stehen. Erst wenn die der Stiel mit dem Blütenstand ca. 10 cm aus der Zwiebel herausschaut, kommt sie ein einen hellen Platz am Fenster bei einer Temperatur von ca. 20 Grad Celsius tags und 16 Grad Celsius nachts. Gerade im Winter solltet ihr darauf achten, dass nicht kalte Zugluft durch die Fensterritzen zieht, wodurch auch tagsüber die 20 Grad nicht erreicht werden. Bei uns sind die Fenster nicht ganz so dicht und ich habe das Problem mit Zugluftstoppern gelöst. Jetzt sollte die Erde gleichmäßig feucht gehalten werden. Während dieser Phase empfiehlt es sich, den Topf regelmäßig zu drehen, damit der Schaft gerade nach oben wächst. Nachdem die Blüten verwelkt sind wird der Stiel mit einem scharfen Messer abgeschnitten. Dabei ist Vorsicht angesagt, weil auch der Saft, der aus dem Stiel ausläuft giftig ist.

    Wachstumsphase

    Die Wachstumsphase umfasst den Zeitraum März bis Mitte August. Während der Wachstumsphase werden neue Blätter, Blütenschaft und neue Blüten angelegt. Hier mag sie einen hellen, warmen Platz im Halbschatten. Optimal wären Temperaturen zwischen 24 bis 26 Grad Celsius. Während dieser Zeit sollte sie regelmäßig gedüngt und reichlich gegossen werden, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist. Ab August sollte das das Gießen und Düngen eingestellt werden, damit die Pflanze in die Ruhephase gehen kann. Zum Düngen habe ich einen bio Blumendünger verwendet.

    3. Vermehrung des Rittersterns (Amaryllis)

    Wenn der Ritterstern in den Sommermonaten perfekte Wachstumsbedingungen hatte, wird er Tochterzwiebeln ausbilden. Diese können dann nach der Ruhezeit vorsichtig von der Mutterzwiebel abgelöst und in einen eigenen Topf gepflanzt werden. Generell sollte die Topfgröße so gewählt werden, dass sie nur ein wenig größer als die Zwiebel ist.

    4. Blühphase in Bildern unseres Rittersterns (Amaryllis)

    Es ist Anfang April und der Topf mit der Amaryllis steht noch immer auf der Fensterbank und sieht ziemlich trostlos aus. Als wir sie vor drei Jahren kauften blühte sie wunderschön. Danach kamen in jedem Jahr nur ein paar spärliche Blätter, ohne dass sie eine Blüte bildete. Da ich sie zwischenzeitlich aufgegeben habe, wollte ich sie schon entsorgen.  Zwei Wochen später dann die Überraschung. Aus der Zwiebel, die wohl ein Rhizom gebildet hat, treiben ein Blätterpaar aus dem Rhizom und ein Blütenschaft aus der Zwiebel aus. Sie bildete eine riesige Blüte, die wunderschön war. Schade, dass sie so schnell verblühen.

     

    Habt ihr auch schon einmal eine Amaryllis über die Wachstumsphase begleitet und sie erneut zum blühen gebracht? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht. Das würde mich interessieren. Lasst es mich in den Kommentaren unten wissen.

  • Landesgartenschau Kamp-Lintfort 1. Rundgang im April 2020

    Landesgartenschau Kamp-Lintfort 1. Rundgang im April 2020

    Seitdem bekannt war, dass die Landesgartenschau in 2020 nach Kamp-Lintfort kommt, fiebere ich den Tag der Eröffnung entgegen. Im letzten Jahr wurden Massen an Erde bewegt, um diese Parkanlage zu kreieren.

    Aufgrund der Corona-Krise war zunächst im Gespräch, die Landesgartenschau auf das nächste Jahr zu verlegen. Nun wurde beschlossen, sie doch in diesem Jahr zu machen. Offizieller Start ist jetzt der 05. Mai 2020.

    Seit dem 20. April ist montags, mittwochs und freitags ein ca. einstündiger Rundgang im „Einbahnstraßensystem“ auf dem LaGa-Gelände geöffnet, so dass man sich bereits jetzt einen kleinen Einblick verschaffen kann.

    Diese Gelegenheit habe ich genutzt, und bin auf Foto-Safari gegangen. Nachfolgend möchte ich ein paar Impressionen mit euch teilen.

    Es werden verschiedene Lebensräume wie Wassergärten, Gemüsegarten, Asia-Garten, Bauerngarten, Zierblumengarten und eine Wildblumenwiese gezeigt.

    Auf dem gesamten Gelände wurden Sitzflächen zum Ausruhen aber auch um ins Gespräch zu kommen geschaffen. Kunstinstallationen sorgten für zusätzliche Aufmerksamkeit beim Rundgang.

    Die Beete sind überwiegend mit Frühblühern wie Narzissen, Tulpen, Stiefmütterchen, Gänseblümchen und so weiter gestaltet. Leider haben die meisten Pflanzen ihre Höhepunkt schon überschritten.

    Habt ihr auch vor zur Landesgartenschau nach Kamp-Lintfort zu kommen? Dann berichtet davon unten in meinen Kommentaren, wie eurer Eindruck war.