Was gibt es schöneres als durch den Garten zu gehen und das Gemüse zu ernten, das man vor ein paar Monaten liebevoll ausgesät, pikiert und gepflegt hat? Das gilt auch für mein Lieblingskohlgemüse – den Kohlrabi, den ich in weiß und blau anbaue. Dieser kleine Moment, in dem ich die handvoll Kohl aus der Erde ziehe und in meiner Hand halte, bedeutet Belohnung, Glück und ein tiefes Gefühl von Dankbarkeit dafür, dass mir die Natur dieses Geschenk gemacht hat.
Generell finde ich Salate sehr alltagstauglich, weil sie schnell zubereitet sind und sich auch hervorragend für Meal-Prep eignen. Man kann sie als Hauptmahlzeit aber auch als schnellen gesunden Snack genießen. Darüber hinaus ist Kohlrabi eine wahre Nährstoffbombe.
An dieser Stelle möchte ich mit dir mein allerliebstes Kohlrabi-Rezept teilen. Dafür benötigst du folgende Zutaten:
3 handgroße Kohlrabis
2 mittelgroße Möhren
3 Eier (60-80 g)
1 Apfel
3 Frühlingszwiebeln
150 g griechischen Joghurt
1 EL Tahina (Sesammus)
150 – 200 g Erbsen (TK)
3-4 Gewürzgurken und etwas Gurkenwasser
Zitronensaft von einer 1/2 Zitrone oder Zitronenpaste
1 Finger dicken Bund Schnittlauch
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Zuerst kochst du die 3 Eier 8-10 Minuten – bis sie hart sind und schreckst sie ab.
In der Zwischenzeit:
die Kohlrabis und Möhren in etwa mundgroße Stücke schneiden
in einen Dämpfeinsatz in den Kochtopf geben, diesen bis zum unteren Rand des Dämpfeinsatzes mit Wasser füllen
das Gemüse ca. 10 Min. dämpfen, es sollte noch knackig sein
Platte ausmachen und die Erbsen die letzten 3-4 Min hinzufügen
Solltest du keinen Dämpfeinsatz haben, kannst du das Gemüse in ca. 300 ml Gemüsebrühe bissfest kochen und die Erbsen zum Schluss kurz hinzufügen.
Allerdings empfehle ich dir einen Dämpfeinsatz, weil er alles was du darin garst geschmacklich auf einen höheren Level bringt. Ich benutze ihn sehr oft und sogar für Kartoffeln. Wenn man das Gemüse direkt in Wasser gart, werden viele Vitalstoffe ins Wasser abgegeben und letztlich weggeschüttet. Beim Dämpfen ist dies nicht so stark der Fall mit dem Ergebnis, dass das Gemüse seinen Eigengeschmack behält und viel intensiver schmeckt. Ich hatte meinen damals bei IKEA gekauft, den es dort allerdings nicht mehr gibt. Um Kunststoffe zu vermeiden würde ich dir einen aus Edelstahl empfehlen, den es auch bei Amazon gibt.
Während das Gemüse gedämpft wird zerkleinere die Gewürzgurken, Frühlingszwiebeln, den Apfel und den Schnittlauch und bereitest das Dressing zu:
den Joghurt in eine große Schale geben
1 EL Tahina hinzufügen und Zitronensaft
alles gut vermischen, sollte die Masse zu fest sein, füge etwas vom Gurkenwasser hinzu
ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen
Wenn das Dressing fertig ist fügst du die Frühlingszwiebeln, den Apfel und die Gewürzgurken hinzu und vermengst die Zutaten mit dem Dressing
In der Zwischenzeit sollte das Gemüse fertig sein.
Nun brauchst du ein großes Sieb, in dem das Gemüse abgeschüttet wird und mit richtig kaltem Wasser kurz „abgeschreckt“ wird, um den Garprozess zu beenden.
Das Ganze lässt du dann 2-3 Minuten abtropfen und gibst es dann auch in die Schüssel und vermengst es vorsichtig.
Nun schälst du die abgeschreckten Eier, schneidest sie in Würfel und fügst sie ebenfalls ganz vorsichtig unter den Salat.
Abschließend garnierst du den Salat mit dem zerkleinerten Schnittlauch.
Weil ich Schnittlauch liebe, nehme ich gerne auch etwas mehr davon.
Dazu passt einfach eine Scheibe echtes Vollkorn- oder Saatenbrot vollwertiges Vollkornbaguett als Kohlenhydratquelle. Zwar sind Eier als Proteinquelle enthalten, dennoch könnte man dazu auch Fisch oder Fleisch essen.
Kohlrabi-Salat mit Avocado-Saatenbrot
Vielleicht hast du Lust bekommen, das Rezept auch mal auszuprobieren. Wenn dir das Rezept gefallen hat, dann lasse mir gerne ein Like und oder Kommentar da.
Generell brauche ich nach jedem Mittagessen noch etwas Süßes zum Abschluss. Meistes reicht hier etwas Obst. Gerade am Wochenende, wenn das Training länger war und das Mittagessen etwas anspruchsvoller gestaltet ist passt hier mein Lieblingsdessert: eine vegane Mousse au Chocolat. Es ist besteht aus lediglich aus vier gesunden Zutaten und ist vollkommen frei von industriellen Zucker.
Jede einzelne Zutat liefert wahnsinnig viele wertvolle Nährstoffe für unseren Körper:
Bananen sind reich an Riboflavin (Vitamin B2), Niacin (Vitamin B3), Pyridoxin (Vitamin B6), Vitamin C, Kalium, Kalzium, Mangan, Folsäure, Eisen und Magnesium, Ballaststoffe (wie Zellulose, Lignin, Pektin) sowie natürliche Zuckerarten wie Glukose, Fruktose und Saccarose.
Avocados liefern uns ebenfalls viele Vitamine wie Vitamin K, Vitamin C, Vitamin E, Folsäure, Pyridoxin (Vitamin B6) und Pantothensäure (Vitamin B5), darüber hinaus Kalium, Magnesium, Kupfer, Zink und Phosphor, Ballaststoffe und last but not least die für unseren Körper wichtigen einfachen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie die Ölsäure, die sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirkt, Omega-6-Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren, die die Herzgesundheit unterstützen.
Datteln sind ebenfalls wahre Nährstoffbomben haben aber auch einen hohen Zuckeranteil. Im Gegenteil zum Haushaltszucker liefern Datteln zusätzlich viele Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidanzien. An Vitaminen liefern sie vor allem das Betacarotin- die Vorstufe für das Vitamin A, Vitamin A, Thiamin (Vitamin B1), Riboflavin (Vitamin B2), Niacin (Vitamin B3) Cholin (Vitamin B4), Pantothensäure (Vitamin B5), Pyridoxin (Vitamin B6), Folsäure, und Vitamin K. Auch bei den Mineralstoffen tragen sie ordentlich zur Deckung des Tagesbedarfs bei: Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium, Phosphor und Zink. Vorallem der hohe Phosphorgehalt mit 62 mg/100g ermöglicht eine optimale Verwertung von Vitamin D, Jod, Magnesium und Zink in den zahlreichen Stoffwechselprozessen des Körpers.
Der Backkakao macht sie Sache letztlich zum Soul-Food. Er verleiht dem Ganzen diese wunderschöne Schoko-Farbe und enthält neben den oben bei den anderen Zutaten genannten Nährstoffen sehr viele Antioxidanzien wie Flavonoide , die die Serotoninproduktion fördern und für gute Stimmung sorgen und Polyphenole, die entzündungshemmende Eigenschaften haben. Außerdem enthält er Theobromin, das ähnlich wie Kaffee anregend wirkt und alle essentiellen Fettsäuren.
Du fragst dich sicherlich schon, wie mache ich denn nun dieses Nährstoff-Bomben-Dessert?
Für die Zubereitung der Mousse au Chocolat für zwei Personen benötigst du:
1 reife Avocade
1 etwas reifere Banane (kann ein paar braune Punkte auf der Schale haben)
2 – 3 Medjoole Datteln ohne Kerne (mir reichen 2)
1 gestrichenen EL entöltes Kakaopulver (Backkakao)
1 Mixer
zur Deko: Mandelsplitter und/oder Beeren aller Art
Die Zubereitung geht ganz leicht und schnell:
Die Datteln in ganz kleine Stücke schneiden und in den Mixer geben. Die Banane und die Avocado ebenfalls grob zerkleinern und zusammen mit dem Kakaopulver ebenfalls in den Mixer geben. Den Mixer verschließen und die Zutaten solange pürieren, bis sie zu einer cremigen Masse werden.
Das Mousse auf zwei Schälchen verteilen und mit Mandelsplittern und/oder Beeren dekorieren und genießen.
Das schöne daran ist, dass man das auch gut für mehrere Personen vorbereiten kann. Hier empfehle ich die grob zerkleinerten Datteln (ohne Kern) zuvor für 1-2 Stunden in ein wenig Wasser einzuweichen.
Mir persönlich schmeckt die Mousse zimmerwarm am besten. Aber man kann sie auch zunächst in den Kühlschrank stellen und diese dann kalt genießen.
Ich hoffe, dich auf das Dessert neugierig gemacht und dich motiviert zu haben, es einmal auszuprobieren. Es würde mich interessieren, wie es dir schmeckt. Schreibe mir deine Meinung in die Kommentare.
Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann lasse mir bitte ein „Like“ da. Vielen Dank für dein Interesse und dass du dir die Zeit genommen hast diesen Artikel zu lesen.
Seit vielen Jahren praktiziere ich Yoga und dabei ist es unabdingbar, dass ich früher oder später auch mit dem Ayurveda in Kontakt kommen musste. Yoga und der Ayurveda sind zwei eng miteinander verbundene Disziplinen. Für viele Menschen bedeutet Yoga einfach nur körperliche Übungen, die den Körper stärken, dehnen und entspannen sollen. Dabei sind die Asanas (=Übungen) nur ein kleiner Teil des Yoga. Yoga ist eine Lebensphilosophie, die alle Ebenen des menschlichen Seins anspricht. Eine der heute wichtigsten Schriften des Yoga sind die Yoga Sutra des Patanjali. Diese beschreiben wie man Körper, Geist und Seele in Einklang bringen kann. Das höchste Ziel ist die Selbstverwirklichung – also uns Selbst zu erkennen und wirken zu lassen und dabei einen Zustand zu erreichen der frei von geistigen und körperlichen Leiden ist und dabei unseren Lebenssinn zu verstehen.
Der Ayurveda ist eine Schwester-Disziplin des Yoga. Der Ayurveda bedeutet für viele Entspannung und Wellness. Dabei ist er viel mehr: Er ist ein ganzheitliches Gesundheitssystem mit dem Fokus auf Prävention von Erkrankungen und einem langen gesunden Leben – also das, was heute als Longevity (=Langlebigkeit) bezeichnet und teuer verkauft wird. Der Berührungspunkt des Yoga und des Ayurveda ist die Elemente-Lehre, der sog. Doshas (Vata, Pitta, Kapha). Diese drei Doshas werden aus den fünf Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther gebildet und bestimmen die individuelle Konstitution und Gesundheit eines Menschen. Insbesondere in der Hatha Yoga Pradipika (ebenfalls eine wichtige Schrift) werden ausführlich die Wirkungen verschiedener Asanas auf die Doshas, dem Verdauungsfeuer Agni und bestimmte Krankheiten beschrieben, wobei Ernährungsempfehlungen eine wichtige Rolle spielen.
Ein sehr bekanntes Zitat im Ayurveda bringt die Bedeutung der Ernährung für die Gesundheit auf den Punkt: „Bei falscher Ernährung nützt Medizin nichts; bei richtiger Ernährung braucht man keine Medizin“ .
Dies bedeutet, dass alles was wir jeden Tag essen und wie wir es essen einen großen Einfluss darauf hat, ob wir unseren Körper schwächen und letztlich krank werden oder ihn stärken und nähren und bis ins hohe Alter fit und gesund bleiben.
Das Heilige Basilikum (botanischer Name: Ocimum sanctum)
Ein wesentlicher Bestandteil des Ayurveda ist eine umfassende Pflanzenheilkunde, in der das Heilige Basilikum eine wesentliche Rolle spielt.
Das Heilige Basilikum wird auch als indisches Basilikum, Königsbasilikum oder einfach als Tulsi-Basilikum (Sanskrit: Tulasi) bezeichnet. Das Tulsi-Basilikum gehört zur Familie der Lippenblütler und ist mit unserem beliebten Genovese Basilikum verwand. Diese Pflanze hat allerdings einen etwas anderen Geschmack als das uns hier bekannte Basilikum. Der Geschmack kann mit würzig-süß beschrieben werden. Es ist eine sehr aromatische, krautige Pflanze, die bis zu einem Meter groß werden kann und in warmen Regionen Indiens gut gedeiht. Es gibt sie als Weißes Tulsi (Shweta Tulsi) und Schwarzes Tulsi (Krushna Tulsi) und ist als Gartenpflanze dort sehr beliebt, weil sie sehr gut Mücken abwehrt.
Im Ayurveda wird Tulsi zur Förderung der Verdauung und zum Schutz der Leber verwendet. Tulsi-Basilikum hat eine kräftigende Wirkung auf die Atemwege und wirkt erwärmend und schleimlösend im Brustbereich und stärkt hier die Immunkraft. Insbesondere hilft er bei Husten, Erkältungen und Atemwegsbeschwerden. Außerdem hilft er beim Stressabbau und verbessert die mentale Leistungsfähigkeit.
Verwendung
Im Ayurveda wird Tulsi als Blättersaft oder Tee verwendet. Ich persönlich verwende ihn im Winter als Tee. Dazu nehme ich 3- 4 Gramm getrocknete Blätter und gieße mir hieraus einen Tee auf.
Anbau von Tulsi-Basilikum in unseren Breiten
Mittlerweile gibt es auch hier bei uns viele Anbieter, die Tee aus Tulsi-Basilikum verkaufen. Der Kilopreis liegt je nach Qualität zwischen 50,00 und 95,00 Euro. Bei diesem Preis lohnt es sich Tulsi-Basilikum im Garten oder Balkon selber anzubauen. Biologisches Saatgut bekommt man unteranderem bei Bingenheimer Saatgut, Dreschflegel, Biogartenladen usw.
Tulsi-Basilikum ist im Gegensatz zum westlichen Basilikum mehrjährig, aber nicht winterhart. Er hat einen leicht rötlichen Stiel, an dem gegenständig dunkelgrüne Laubblätter, die eine gesägte Form haben, wachsen. Diese haben feine Drüsenhaare, du auf dem Bild unten gut zu erkennen sind und spitz zulaufen. Wie auch unserer Basilikum bildet der Tusli-Basilikum endständige Blütenstände aus, die zwischen 6 cm und 8 cm lang werden können. Diese Blüten verströmen eine frischen krautig-pfeffrigen Duft, der an Gewürznelken erinnert und damit ein wahres Bienen- und Hummelmagnet sind.
Voranzucht
Für mich hat es sich bewährt Basilikum bereits ab Februar in die Voranzucht zu bringen. Wie auch der europäische Basilikum ist der Tulsi-Basilikum ein Lichtkeimer. Seine optimale Keimtemperatur liegt bei ca. 20 Grad Celsius, weshalb er zum Keimen in einem Mini-Gewächshaus auf einer Wärmematte und unter Vollspektrum-Pflanzenleuchten steht. Wichtig ist, dass er gut feucht- aber nicht zu nass gehalten wird. Nach ca. 20 Tagen keimen die Samen und ich pikiere sie in kleine Quickpottplatten, wenn sie mindestens das 2-Blattstadium erreicht haben. Dafür nehme ich etwas nährstoffreicheres Substrat und gieße die Jungpflanzen mit Effektiven Mikroorganismen an.
Auspflanzen
Da das Tulsi-Basilikum frostempfindlich ist, setzte ich es erst nach den Eisheiligen in den Garten. In diesem Jahr habe ich es sowohl ins Hochbeet als auch als Unterbepflanzung bei der Aubergine und Paprika gepflanzt. Der Standort sollte sonnig und windgeschützt sein, der Boden nährstoffreich und luftig-locker. Hierfür kann gut abgelagerter Kompost verwendet werden. Der ph-Wert des Bodens sollte im Normalbereich liegen.
Pflege
Generell benötigt das Tusli-Basilikum wenig Pflege. Nur wenn es sehr heiße Sommer sind, muss darauf geachtet werden, dass er nie vollständig austrocknet, so dass regelmäßige kleine Wassergaben erforderlich sind. Zu beachten ist, dass keine Staunässe entsteht.
Tulsi-Basilikum gehört zu den Kräutern mit einem höheren Nährstoffbedarf, so dass er für gelegentliche Düngergaben sehr dankbar ist. Ich verwende hierfür einmal pro Woche meinen Bokashi-Saft-Dünger in einer Dosierung von ca. 50 ml auf 10 l Wasser, was bisher gut funktioniert.
In diesem Jahr habe ich bereits Anfang Juli zum ersten Mal den Tulsi-Basilikum beerntet, in dem ich den Stängel unterhalb der obersten Blattpaare abgeschnitten habe. Damit rege ich gleichzeitig die Verzweigung der Pflanze an, so dass sie buschiger wird. Ältere Pflanzen, die 2-3 Jahre alt sind, brauchen nicht mehr beschnitten zu werden. Allerdings ist es mir bisher nicht gelungen, das Tulsi-Basilikum unbeschadet über den Winter zu bringen, weil einfach die passende Räumlichkeit dafür nicht vorhanden ist. Hierfür benötigt es einen hellen und zwischen 15 bis 20 Grad Celsius warmen Raum.
Tulsi-Basilikum im Hochbeet
Ernte und Verarbeitung
Sowohl das Kraut als auch die Blüten verwende ich in Küche als Gewürz, Pesto oder Tee. Um Tee bzw. Gewürz herzustellen ernte ich sowohl die Blätter als auch die Blüten, wasche sie in kaltem Wasser gut ab, schleudere sie trocken und lege sie für 22- 24 Stunden bei 35 -40 Grad in den Dörrautomat zum trocknen. Im Backofen funktioniert das auch, aber hier ist die Temperatur höher und die Blätter werden dadurch bräunlich, was nicht so schön aussieht. Die Blätter und Blüten sind perfekt trocken, wenn ich zwischen den Händen gut rebbeln kann. Für den Tee zerreibe ich die Blätter nicht ganz so stark, wir fürs Gewürz. Ich lagere den Tee in Gläsern im Keller.
Tulsi-Basilikum im DörrautomatTulsi-Basilikum im Dörrautomatgetrockneter Tulsi-Basilikumgetrockneter und gerebbelter Tulsi-Basilikumgetrockneter Tulsi-Basilikum im Glas
Das Pesto stelle ich ganz klassisch wie mit unserem europäischen Basilikum her.
Wenn man ein sog. Pitta-Typ ist wie ich, ist es kontraproduktiv den Tee im Sommer zu trinken, weil er die Hitze in der Konstitution noch mehr befeuert. Ich bevorzuge den Tee eher in der kälteren Jahreszeit, wo er mich besser unterstützen kann. Für Vata und Kapha-Typen kann der Tulsi Tee auch im Sommer für einen Ausgleich sorgen.
Nährwerte
Das Tulsi-Basilikum kann als echtes Power-Food bezeichnet werden. Es enthält viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe. Insbesondere die frischen Blätter liefern unserem Körper alles was er zur Gesunderhaltung benötigt:
Vitamine:
Vitamin A (Carotin): 2,5 mg/100g
Vitamin C: 85 mg/100g
Mineralstoffe:
Calcium: 0,5-3,5 mg/100g je nach Bodenbeschaffenheit
Wie Tulsi-Basilikum unsere Gesundheit unterstützen kann
Tusli-Basilikum ist ein natürliches Kraut dass eine Anti-Stress-Wirkung hat und beim Entspannen hilft.
Aufgrund der hohen Dichte an Antioxidantien verbessert es die Verdauung, spült Giftstoffe aus dem Körper und reinigt den Magen. Aufgrund der enthaltenen Bitterstoffe unterstützt es auch die Leberfunktion.
Tulsi-Basilikum aktiviert den Stoffwechsel, steigert die Fettverbrennung und kann die Gewichtsreduktion unterstützen.
In einigen Quellen in sog. Mini-Studien, wird dem Tulsi-Basilikum Blutzucker senkende Eigenschaft zugeschrieben, da diese die Funktion der Betazellen der Bauchspeicheldrüse und die Insulinausschüttung verbessern sollen. Hierfür gibt es allerdings keine qualitativ hochwertige Studien, die diese These bestätigen.
Aufgrund der antimikrobiellen Wirkung der Pflanzenblätter können Bakterien im Mund bekämpft werden, was die Entstehung von Karies verhindern kann.
Welche Nebenwirkungen kann Tulsi-Basilikum haben?
Wie bei so vielen macht auch beim Tulsi-Basilikum die Dosis das Gift:
Eugenol ist ein Phenylpropanoid, das für den intensiven Geruch nach Gewürznelken verantwortlich ist. Es wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend. Gleichzeitig hat es toxische Eigenschaften, so dass wenn es überdosiert wird (ab 10 Milliliter beim Erwachsenen) zu einer Vergiftung mit Leber-, Magen-, Darmschäden kommen kann. Dies sollte aber bei der Verwendung einiger weniger Blätter des Basilikums kaum erreichbar sein.
bei übermäßigen Konsum kann es zu einer Hypoglykämie (Unterzuckerung) kommen; Diabetiker sollten hier etwas vorsichtig sein.
auch Schwangere sollten sparsam damit umgehen, weil Tulsi zu verstärkten Gebärmutterkontraktionen, Probleme während der Wehen oder der Menstruation nach der Schwangerschaft verursachen kann.
Tulsi könnte auch eine blutverdünnende Wirkung haben, weshalb Menschen, die Thrombozytenaggregationshemmer oder gerinnungshemmende Medikamente nehmen müssen, das Risiko für Blutungen erhöhen können und daher vorher ihren Arzt fragen sollten.
In jedem Fall finde ich, dass das Tulsi-Basilikum in keinem Garten fehlen sollte. Alleine der Tatsache geschuldet, dass es eine wahre Freude ist, zu beobachten, wie verschiedene Bienenarten diese Pflanzen besuchen. Darüber hinaus ist es eine Bereicherung für die Küche und unserer Gesundheit. Wenn man abends auf der Terrasse sitzt kann uns die Pflanze auch helfen: Eine Pflanzschale mit Tulsi-Basilikum auf dem Gartentisch sorgt dafür, dass die lästigen Mücken einen nicht zu sehr ärgern.
Hast du Tulsi-Basilikum auch in deinem Garten stehen oder ihn bereits als Tee getrunken? Wie sind deine Erfahrungen damit? Dann lasse mir gerne einen Kommentar und ein Like da.
Erfrischende gluten- und laktosefreie Himbeertorte
Die Temperaturen steigen und das Verlangen nach Leichtigkeit und Kühle steigt ebenfalls. Da mein Körper seit einiger Zeit auf Gluten und Laktose reagiert, habe ich begonnen Alternativen auszuprobieren. Dabei ist dieser Kuchen entstanden. Was ich daran besonders mag, sind die Frische und Fruchtigkeit der Himbeeren in Kombination mit der Kokossahne, die trotz ihrer Festigkeit dem Kuchen ein Gefühl von Leichtigkeit und Sommer verschafft.
Auch unter Nährwert-Aspekten hat diese Torte im Vergleich zu Torten aus Auszugsmehl einiges zu bieten:
Die hier verwendeten frisch zerkleinerten Mandeln inklusive der Haut sind reich an pflanzlichen Eiweißen, essentiellen Fettsäuren und enthalten viele Ballaststoffe sowie Kalium und Vitamin E. Darüberhinaus beinhalten sie auch die Vitamine B3 (Nicacin), B5 (Pantothensäure), Folsäure (ist für die Zellteilung wichtig), Magnesium und Calcium. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen sollen positive Wirkungen auf den Blutdruck und den Cholesterinspiegel haben.
Auch die Himbeeren sind echtes Superfood. Mit einem hohem Wasseranteil (ca. 85%), sehr wenigen Kalorien und einem hohen Anteil an Ballaststoffen enthalten sie viele wertvolle Nährstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink, Vitamin C, Vitamin K, Vitamine B1, B2 und B6, Beta-Carotin. Dieser Nährstoff-Cocktail versorgt unseren Körper mit allem, was für unser Immunsystem, Verdauung, Stoffwechsel, Nerven und Knochen erforderlich ist. Außerdem sollen sie entzündungshemmend und aufgrund ihrer sekundären Pflanzenstoffen auch gerinnungshemmenden Wirkung haben, wodurch das Risiko für Arteriosklerose und Bluthochdruck reduziert werden kann.
Kokossahne ist nicht unbedingt gesünder als die klassische Schlagsahne aus Kuhmilch, aber eine gute Alternative für Menschen, die Laktose nicht vertragen. Kokossahne enthält wie auch die normale Schlagsahne viel gesättigte Fettsäuren, die eher als ungesund gelten und daher in Maßen verwendet werden sollte. Dennoch hat sie auch positives zu bieten: Sie enthält viel Biotin, was gut für Haut, Haar, Nägel und Bindegewebe ist. Darüberhinaus enthält sie Kalium, Calcium, Magnesium, Natrium, Phosphor und die Vitamine C, B3 und B1.
Zutaten Teig:
200 g Mandeln oder Mandelmehl (ich verwende hier ganze Mandeln)
80 g weiche Butter
80 g Zucker
100 g geraspelte Schokolade mind. 78 % Kakaoanteil
5 Eier
1 TL Backpuver
Zutaten Belag:
400 g. Himbeeren (TK)
500 g vegane Schlagsahne (auf Kokosbasis von dm)
Hilfsmittel
Rührschüssel
1 zusätzliche Schüssel
kleines Schälchen
Handrührgerät oder Küchenmaschine
höheres Gefäß
Springform (28 cm)
Backpapier
Rost zum Stürzen/Abkühlen
Zubereitung:
Schokolade in Stücke brechen und in Küchenmaschine zerkleinern und in zusätzliche Schüssel umfüllen
ganzen Mandeln in Küchenmaschine zu Mehl zerkleinern und ebenfalls in zusätzliche Schüssel umfüllen
Springformboden mit Backpapier auslegen, Rand einfetten und mit etwas Mandelmehl bestäuben
Backpulver zu den gemahlenen Mandeln geben und die Mandel-Schokoladenmischung gut durchrühren
Eier trennen: Eiweiß in ein höheres Gefäß geben; Eigelb in kleine Schale geben ohne es zu vermischen
Butter und Zucker in die Rührschüssel oder Küchenmaschine geben und schaumig rühren
Eigelb nach und nach unterrühren, jedes Eigelb ca. 30 Sek.) bis eine cremige Konsistenz erreicht ist
Mandel-Schokoladenmischung nach und nach einrühren
Eiweiß mit einer Prise Salz steifschlagen und locker unterheben
Teigmasse in Springform füllen und auf mittlere Schiene in den Backofen schieben und ca. 25 Min. backen
Ober-/Unterhitze: vorgeheizt 180 Grad C Umluft: nicht vorgeheizt 160 Grad C
Kuchen aus den Backofen nehmen, mit Messer einmal vorsichtig prüfen, ob Kuchenrand nicht an Springform klebt, Springformrand lösen
Abkühlgitter auf den Kuchen legen und den Kuchen drehen, so dass der Boden jetzt oben ist, Backpapier vorsichtig entfernen und abkühlen lassen.
Fertigstellung: Nachdem der Kuchen ausgekühlt ist, wird er auf einer Kuchenplatte fertig gestellt. Dabei bleibt die Bodenseite oben: Mit einem Messer trage ich ca. 0,5 cm – 1 cm vom Boden ab, so dass ein kleiner Rand stehen bleibt.
Als nächstes wird die Kokossahne steif geschlagen und eine dünne Schicht auf die ausgehöhlte Fläche auftragen. Anschließend die tiefgekühlten Himbeeren darauf anordnen und diese vorsichtig mit der Kokussahne bedecken. Abschließend wird mit den restlichen Himbeeren die Torte dekoriert und etwas vom ausgeschnittenen Boden vorsichtig auf dem Kuchen verteilen.
Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren dieses Rezepts. Wenn dir gefallen hat, dann lasse mir gerne ein Like da.
Gläser mit heißem Wasser und etwas Essig Essenz auswaschen
Mit Kräuterschere oder kleinem Küchenmesser Bärlauch ernten
Bärlauch in kaltem Wasser abwaschen, auf Küchentuch abtropfen lassen
in der Salatschleuder in kleinen Portionen trocken schleudern
Pinienkerne in Pfanne ohne Fett geben und goldbraun rösten… Achtung das geht sehr schnell und brennt schnell an
Parmesankäse in Mixbecher geben, fein hacken und auf einen Teller schütten und auf Seite stellen
Pinienkerne, Bärlauch, Salz und Pfeffer in den Mixbecher geben und zerkleinern
das Olivenöl hinzugeben und nochmals gut durchmixen
abschließend den Parmesankäse unterheben
nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken
das fertige Pesto mit Hilfe des Trichters in die Gläser abfüllen
Gläser verschließen und Beschriften.
Anmerkung: Ich lagere mein Pesto im Keller. Letztens hatte ich noch ein Glas Pesto gefunden, von vor 2 Jahren, was sowohl optisch als auch geschmacklich einwandfrei war.
Mehr Informationen über diese Pflanze findest du auf der Seite über Bärlauch.
Hilfsmittel, die ich regelmäßig verwende findest du auf meiner Empfehlungs-Seite.
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Natürlicher Weise wächst der Bärlauch in schattigen Laubwäldern mit nährstoffreichem, humosen Boden. Als Lauchgewächs steht in enger Verwandtschaft mit der Zwiebel, dem Schnittlauch, und dem Knoblauch und gehört zu den Gewürz- und Heilpflanzen. Den Bärlauch gibt es nur für einen kurzen Zeitraum – also zwischen Mitte März bis zum Aufbrechen der kleinen sternförmigen Blüten.
Aussehen der Pflanze
Der Austrieb der lanzettförmige Blätter erfolgt direkt einzelnen aus den kleinen Zwiebeln. Der Bärlauch hat nur wenige Blattadern und seine Blattunterseite ist matt. Gegen Ende der Wachstumsphase bildet die krautige Pflanze kleine sternförmige Blüten, die auch essbar sind. Bärlauchblätter riechen nach Knoblauch, wenn man sie zerreibt.
Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen
Wenn man Bärlauch selber sammeln möchte, muss man auch die hochgiftigen Doppelgänger des Barlauchs kennen und sicher unterscheiden können. Ein Fehler bei der Bestimmung kann zu schweren Vergiftungen bis hin zum Tod durch Organversagen kommen. Dies sind:
Maiglöckchen (Convallaria majalis) Anders als beim Bärlauch, umschließen die paarweise wachsenden Blätter des Maiglöckchens den Blütenstengel. Ein weiteres Merkmal ist, dass Maiglöckchen sehr dicht beieinander verlaufende Blattadern hat und die Blattunterseite glänzt. Die Maiglöckchen haben einen neutralen Geruch.
Herbstzeitlose (Cholchicum autumnale) Das Unterscheidungsmerkmal der Herbstzeitlose ist das rosettenförmige Blattwachstum, ohne dass ein Stengel gebildet wird. Sowohl die Blattober- als auch die Blattunterseite sind grün glänzend. Auch die Herbstzeitlose hat einen neutralen Geruch.
Aronstab (Arum) Als Jungpflanze, direkt nach ihrem Austrieb, kann der Aronstab mit dem Bärlauch verwechselt werden. Die Blätter des Aronstabs sind pfeilförmig und spätestens nachdem der Aronstab seinen Blütenkolben und die roten Beeren ausgebildet hat, ist er als solcher deutlich zu erkennen.
Anbau und Ernte von Bärlauch im Garten
Wie viele anderen Kräuter gehört auch der Bärlauch zu unseren Küchenkräuter, die auch als Heilpflanzen gelten und daher einen Platz im Garten verdienen.
Die Voranzucht erfolgt zwischen Dezember und Januar. Da der Bärlauch gute Anbaubedingungen und eine lange Keimzeit benötigt, ist es einfacherer ab März ein paar vorgezogene Pflanzen zu erwerben und diese an die gewünschte Stelle zu pflanzen.
Wie oben bereits schon erwähnt benötigt er einen schattigen, kühlen Platz, gerne in einer dunklen Ecke oder unter Bäumen und und Sträuchern. Ich habe unseren Bärlauch im halbschattigen Vorgarten unter Salbei, Rosmarin und einer Rispenhortensie gepflanzt. Es hat ein paar Jahre gedauert, bis er dort wirklich heimisch wurde und uns im Frühjahr 2025 erstmalig eine reichliche Ernte bescherte.
Da unser Boden sehr schwer und lehmig war, hatten wir diesen mit Sand aufgelockert und ordentlich Pferdemist eingearbeitet. Wir hatten 5 oder 6 Jungpflanzen (mehr war zum Pflanzzeitpunkt nicht zu bekommen) 10 cm tief in die gesetzt und gehofft, dass diese gut anwachsen. Um die Vermehrung der Pflanzen habe ich mich nicht selber gekümmert. Mit jedem Jahr sind die Zwiebelhorste größer geworden. Bärlauch kann auch im Kübel z. B. unter Obstbäumchen angebaut werden, wobei aber auf ausreichend Platz (15 cm von Pflanze zu Pflanze) zu achten ist. Allerdings muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass sich der Bärlauch ab Juni beginnt zurück zu ziehen, indem seine Blätter braun werden und langsam verschwinden.
Pflege
In Trockenphasen und sehr heißen Sommern muss regelmäßig gegossen werden. Zwischendurch kann er auch etwas organischen Dünger gebrauchen. Zum Herbst hin, wenn der Lavendel geschnitten und ich das Kräuterbeet erstmalig aufräume arbeite ich etwas Kompost in die Erde mit ein. Generell mulche ich den Bereich mit Rindenmulch ab. Dadurch wird verhindert, dass der Boden zu stark austrocknet und ich nicht so oft gießen muss und dadurch der Bärlauch vielleicht ein wenig Wald-Feeling hat, ;-)
Der Bärlauch ist winterhart. Nur im Kübel muss man ihn ein wenig schützen, damit er nicht durchfriert.
Ernte
Die Erntezeit ist zwischen März und April. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Bärlauch bis zur Blüte am aromatischsten schmeckt. Danach verliert er sein Aroma. Auch seine Blüten sind essbar und haben sogar einen etwas intensiveren Knoblauchgeschmack.
filigrane Bärlauch-Blüte
In den ersten ein bis zwei Jahren nach der Pflanzung sollte man ihm nicht zuviele Blätter wegnehmen. Mal eins zum Naschen ist o.k. Er braucht die Blätter für die Photosynthese und für das Wachstum und die Vermehrung seiner Zwiebeln. Beim Ernten habe ich von jeder Pflanze nur so viele Blätter genommen, dass noch 2 bis 3 übrig blieben.
Die Blätter des Barlauchs sollten möglichst frisch verzehrt oder verarbeitet werden. Mag sein, dass ich es mir einbilde, aber wenn man ihn direkt nach dem Schnitt isst, ist die ganze Energie der Pflanze zu spüren. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, dass das, was gerade in der Natur wächst genau das ist, was unser Körper und unsere Gesundheit gerade braucht. Um den Bärlauch auch im fortlaufenden Jahr genießen zu können, verarbeite ich ihn gerne zu Bärlauch-Pesto und /oder Bärlauchbutter. Die Rezepte dazu findest du im Rezept-Teil. Somit kann ich zur Grillparty im August zum Baguette Bärlauchbutter anbieten, was in dem Moment sogar was Besonderes ist. Man kann Bärlauch auch frisch gehackt einfrieren. Meiner Meinung nach verliert er hier dennoch seinen Geschmack.
Nicht der Mühe wert ist das Trocknen des Bärlauchs. Zwar kann man damit eine Trockenwürze oder Bärlauchsalz herstellen, allerdings muss man sich da schon sehr anstrengen, um den Geschmack noch wahrzunehmen.
Warum ist Bärlauch für unsere Gesundheit so wertvoll?
Er ist reich reich an Vitaminen, Mineralstoffen, sekundäre Pflanzenstoffe und ätherische Öle und dabei sehr kalorienarm. Auf 100 g Bärlauch kommen gerade mal 19 kcal.
In 100 Gramm Bärlauch sind durchschnittlich folgende für den menschlichen Organismus wichtigen Inhaltsstoffe enthalten:
Sekundäre Pflanzenstoffe: Sulfid und das daraus gebildete Allicin
Vitamin B1 (Thiamin)
Vitamin B3 (Niacin): 0,7 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure)
Vitamin C: 150 mg
Calcium: 76 mg
Vitamin E: 0,25 mg
Eisen
Kalium: 336 mg
Magnesium:. 22 mg
Phosphor
Beim Sulfid handelt es sich um eine Schwefelverbindung, aus der das Allicin gebildet wird. Das Allicin wirkt antibakteriell und soll sich bei leichten Magen-Darm-Erkrankungen und generell positiv auf die Darmflora auswirken.
Bärlauch enthält mehr Vitamin C als eine Orange und unterstützt somit das Immunsystem. Er wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. In der TCM wird er als ideales Mittel gegen die Frühjahrsmüdigkeit empfohlen. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe insbesondere seines hohen Kalium- und Magnesiumgehaltes kann er den Cholesterinspiegel senken und entspannend auf die Gefäßwände und somit blutdrucksenkend wirken. Daher eignet er sich zur Prävention von Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.
Aufgrund seiner ätherischen Öle und schwefelhaltigen Verbindungen (Allicin) ist er auch zum Frühjahrs-Detox geeignet, weil er den Körper unterstützt Schwermetalle auszuleiten und zu entgiften.
Hast auch du Bärlauch im Garten selber angebaut? Wie sind deine Erfahrungen? Wie verwendest du ihn in der Küche? Bitte schreib es mir in den Kommentaren.
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Gläser mit heißem Wasser und etwas Essig Essenz desinfizieren
mit der Kräuterschere oder dem kleinen Messer den Bärlauch ernten. Dabei immer 2- 3 Blätter pro Pflanze stehen lassen.
Bärlauchblätter in einer Schüssel mit kaltem Wasser abwaschen und auf ein Küchentuch zum abtropfen legen
kleine Portionen in die Salatschleuder geben und gut trocken schleudern und in die Schüssel geben
die Bärlauchblätter mit etwas Salz und Leinöl mit dem Stabmixer zerkleinern und nach und nach die weiche Butter dazugeben, bis Bärlauch und Butter eine homogene Masse ergeben.
mit Salz und Pfeffer nochmals abschmecken
mit dem Löffel und Teigschaber in die Gläser füllen
Rand der Gläser säubern, zuschrauben und die Gläser beschriften
Gläser einfrieren.
Anmerkung:
Ich verwende hierfür das Leinöl, um ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Omega 3 und Omega 6-Fettsäuren zu erhalten.
Einige der verwendeten Hilfsmittel findest du auch in meiner Empfehlungsliste.
Mehr Informationen über diese Pflanze findest du auf der Seite über Bärlauch.
Viel Spaß beim Nachmachen.
Eure
Reina Christina
Wenn dir das Rezept gefallen hat, dann lasse mir gerne ein Like da.
In diesem Beitrag geht es um meine Erfahrungen bei der Herstellung, den Einsatz und die Wirkung von Effektiven Mikroorganismen.
Als wir in 2017 unser Zechenhäuschen eingezogen sind, war der Boden regelrecht tot. Mein Ziel war es einen kleinen Selbstversorgergarten zu schaffen, um uns vital- und nährstoffreich mit eigenen Gemüse zu versorgen. Der Garten bestand aus einer Rasenfläche, die wahrscheinlich regelmäßig mit synthetischen Dünger gefüttert wurde. Beim Anlegen der Beete waren selbst Regenwürmer eine Rarität. Der Boden war sehr lehmig und stark verdichtet. Beim Anlegen der Beete haben wir erstmal eimerweise Pferdemist in den Boden eingearbeitet und das ganze mit Effektiven Mikroorganismen getränkt. Bereits nach einem Jahr hatte sich die Bodenqualität deutlich verbessert. Das überzeugte mich und seitdem sind Effektive Mikroorganismen aus unserer Garten- und Pflanzenpflege nicht mehr wegzudenken.
Auch im Haushalt finden die Effektiven Mikroorganismen ihren Einsatzbereich: beim Gießen der Zimmerpflanzen und als umweltfreundliches Putzmittel für glatte Oberflächen.
Mikroorganismen sind winzige Lebewesen, die in unserer Umwelt existieren und an vielen biologischen Prozessen beteiligt sind.
Generell sollte ein Gleichgewicht zwischen verschiedenen Bakteriengruppen bestehen. Man unterscheidet hier drei Gruppen:
Aufbauende Bakterien (EM-Lösung initiiert hauptsächlich Milchsäurebakterien)
Krankheits- und fäulniserregende Bakterien (diese wollen wir nicht haben)
Neutrale Bakterien (überwiegend im Boden) und schließen sich nach Bedarf den beiden anderen Gruppen an
Bei den effektiven Mikroorganismen handelt sich sich um gezielte Zusammensetzung verschiedener Mikroorganismen. Diese werden als registrierter Warenname unter dem Handelsbegriffe „Effektiven Mikroorganismen bzw. EM“ vermarktet. Bei den effektiven Mikroorganismen handelt es sich um eine Mischung aus aeroben und anaeroben Mikroorganismen, die in Form von Photosythesebakterien, Milchsäurebakterien und Hefen auftreten.
Photosynthesebakterien sind in der Lage anaerob, d. h. ohne Sauerstoff, Photosynthese durchzuführen.
Milchsäurebakterien gehören ebenfalls zu den anaeroben Bakterien, die Kohlenhydrate zu Milchsäure abbauen. Diese Bakterien befinden sich unter anderem auch in unserem Verdauungstrakt. In unserer Ernährung finden wir sie in Kimchi, Sauerkraut, Kefir, Joghurt, Sauerteig, Käse usw., wo sie einen wichtigen Beitrag zur Darmgesundheit leisten. Allerdings gibt es auch Krankheitserreger in dieser Kategorie wie z. B. die Streptokokken.
Hefen sind bei der Fermentation von organischen Prozessen beteiligt. Durch sie enthält z. B. unser Sauerkraut viele gute Enzyme und zusätzliche Vitamine. Die Hefen unterstützen in der gleichen Art bei den Pflanzen die Nährstoffaufnahme.
Was ist der Unterschied zwischen EM und EMa?
Im Handel werden die Effektiven Mikroorganismen als EM 1 und EMa angeboten. EM 1 ist die sog. Urlösung. Diese Mikroorganismen lassen sich vermehren. EMa bedeutet, Effektive Mikroorganismen aktiviert; diese lassen sich nicht weiter vermehren.
Wie wirken Effektive Mikroorganismen?
Es werden zwei Wirkprinzipien bei den Effektiven Mikroorganismen unterschieden:
Dominanzprinzip Wie oben bereits erwähnt gibt es die aufbauenden Bakterien, die krankheits- und fäulniserregende Bakterien und die neutrale Gruppe der Bakterien. Die Zusammensetzung der Effektiven Mikroorganismen unterstützt die Bildung der aufbauenden Mikroorganismen und sorgt dafür, dass die neutrale Gruppe ebenfalls zu aufbauenden Mikroorganismen wird und die krankheits- und fäulniserregende Bakterien eingedämmt werden.
Fermentationsprinzip Aufgrund der Zusammensetzung der Effektiven Mikroorganismen wird die Gärung der organischen Stoffe im Rahmen des Fermentationsprozesses schneller in Gang gesetzt. Dies haben wir insbesondere in unserem Kompost festgestellt. Wir arbeiten seit Jahren mit Bokashi (hierzu kommt in Kürze ein weitere Beitrag). Der Bokashi, der in den Kompost geht, wird viel schneller zu guter Komposterde mit sehr viel Bodenlebewesen als der Kompost ohne Effektiven Mikroorganismen.
Wer hat die Effektiven Mikroorganismen entdeckt?
Mitte der 80ger Jahre hat der japanische Professor für Gartenbau Teruo Higa das Konzept der Effektiven Mikroorganismen bekannt gemacht. Sein Forschungsgebiet waren unter anderem Mikroorganismen, wobei er feststellte, dass diese in ihrer Symbiose positive Auswirkungen auf den Boden und Pflanzen hatten.
Wie können effektive Mikroorganismen eingesetzt werden?
Bokashi: Organische Lebensmittelreste werden in einem luftdichten Behälter gesammelt, schichtweise mit Effektiven Mirkroorganismen besprüht und zusätzlich mit Urgesteinsmehl und Pflanzkohle angereichert. (Ein Beitrag hierzu folgt demnächst)
Hühnerstall: Zur Verringerung der Geruchsbildung durch Einsprühen des Stalls, Sitzstangen, Nestern, Einstreu
Nach dem Staubputzen staubt es nicht mehr so stark nach so dass ich weniger Putzaufwand habe
beseitigt Ablagerungen
energetisiert Wasser
entgiftet toxische Ausdünstungen
Weniger schädliche Substanzen in Reinigungsmittel
Verbesserung des Raumklimas
Fellpflege bei Katze und Hund
Dosierung der Effektiven Mikroorganismen
Im Garten:
Starkzehrer wie Kohlarten, Tomaten, Brokkoli, Kartoffeln, Sellerie: alle 2-4 Wochen 200 ml EMa auf 10 l Wasser
Mittel- und Schwachzehrer wie Salate, Radieschen, Zwiebeln, Bohnen, Erbsen, Kräuter: alle 4 Wochen 200 ml EMa auf 10 l Wasser
Hühnerstall: 30 bis 40 ml EM1 / 1 l Wasser einnebeln
Haushalt und PKW-Reinigung:
Reinigen von Oberflächen: Putzwasser: 10 ml EM1 je 5 l Wasser Sprühlösung: 20 ml EM1 je 1 l Wasser 15 Min. Einwirkzeit einhalten
Kühlschrank innen: 40 ml. EM1 je 1 l Wasser
Eigene Herstellung
Wo ich die benötigten Materialien gekauft habe, kannst du auf meiner Empfehlungsseite nachlesen.
Für die eigene Herstellung von 10 l EMa benötigt man:
Zutaten Herstellung Effektiver Mikroorganismen
10 l Fermenter, der sich luftdicht abschließen lässt
Heizstab, der eine Temperatur zwischen 35 und 40 Grad erzeugen kann
300 ml Melasse
300 ml EM1
Fermenter mit warmen Wasser bis zur Hälfte füllen, Melasse im warmen Wasser vollständig auflösen und mit in den Fermenter geben
den Fermenter mit kaltem Wasser auffüllen, bis Temperatur hier zwischen 35 und 40 Grad erreicht, nicht wärmer, weil dadurch die Mikroorganismen abgetötet werden EM1 hinzufügen und auf Temperatur achten Heizstab auf 34 Grad einstellen und anschließen Fermenter für 7 -10 Tage an einen warmen Platz ohne große Temperaturschwankungen stehen lassen Fertig wenn PH-Wert unter 3,6 liegt
ich fülle ihn in 1-Liter-Apothekenflaschen (braun) um und stelle sie in den Keller
Es wird eine Haltbarkeit von 2 Wochen genannt, danach soll die Wirksamkeit abnehmen
Kostenvergleich Eigene Herstellung/Kauf
Kosten bei Kauf von aktivierten Effektiven Mikroorganismen (EMa)
1 l EMa kostet zwischen 4,00 € und 7,60 € (Durchschnitt: 5,80 €/l) 5 l EMa kosten ca. 22 € entspricht: 4,40 €/l 25 l EMa kosten ca. 67 € entspricht: 2,68 €/l
Kosten eigene Herstellung EMa
Einmalige Kosten für Starter-Set: ca. 120 € beinhaltet: 10-l Fermenter, Heizstab, 1,3 kg Vollrohrzuckermelasse, 1 l EM1, PH-Teststreifen
Ermittlung Liter-Preis auf Basis der Amazon-Preise: EM1 Urlösung: 35,49 €/ l 1,3 kg Bio-Zuckerrohrmelasse 12,86 €
1 Liter EM1 + 1,3 kg Zuckerrohrmelasse ergibt ca. 30 Liter EMa = 48,35 € dies entspricht einen Liter-Preis von 1,61 €/l
Ausgehend davon, dass das Starter-Set ohne EM1 und Melasse 71,65 € kostet, würde man nach 17 EMa-Herstellungen (5,80€ – 1,61 € =4,19 €; 71,65 € /4,19€ = 17,1 Liter) den Break-Even-Punkt erreicht haben. Also nach dem 2. Herstellungsprozess hat sich das Starter-Set bezahlt gemacht.
Kritik und Bedenken
In verschiedenen wissenschaftlichen Studien konnten keine eindeutigen Beweise für die Wirksamkeit gefunden werden, wie z. B. : No effect on biological or chemical Soil prperties when amended with effective microorganismus for improved cover drop Dekomposition; Simon Oberholzer, Christa Herrmann, Natacha Bodenhausen et al. in: Applied Soil Ecology, 197 (2024)
Die Erfahrungen, die ich mit den Effektiven Mikroorganismen gemacht haben waren in jeder Hinsicht positiv. Die Pflanzen waren vitaler, gesünder, haben mehr Ertrag gebracht und insbesondere die Tomaten waren weniger Anfällig für die Kraut- und Braunfäule.
Die Anwendung im Hühnerstall führt dazu, dass der Geruch gebunden wird und wir dadurch weniger Fliegen im Stall haben.
Der Kompost in Verbindung mit dem Bokashi wird deutlich schneller zu Komposterde umgesetzt und das Bodenlebewesen in den Beeten – sowohl in den normalen als auch in den Hochbeeten hat sich positiv entwickelt. Wir haben viele verschiedene Nützlinge und manchmal sogar seltenere Insekten im Garten.
Ich persönlich verwende die EMa auch noch nach den 14 Tagen manchmal sogar bis zu 2 Monaten, dann habe ich die 10 Flaschen auch aufgebraucht. Gerade im Frühjahr bin ich da etwas großzügiger, gerade auch bei den Kübeln, die keinen direkten Bodenkontakt haben.
Letztlich sollte man diesem System offen gegenüberstehen und beobachten was da passiert und wie es wirkt. Ich werde darauf keines Falls verzichten wollen.
Wie sind Deine Erfahrungen mit Effektiven Mikroorganismen? Wie und wo verwendest du sie? Lass uns die Erfahrungen im Kommentar austauschen.
1 große Hand Schnittsellerie (Staudensellerie oder Selleriegrün)
1 TL Spirulinapulver (bindet Toxine im Darm)
1 TL Leinöl (für zusätzliches Omega-3)
1 Prise schwarzen Pfeffer (er verstärkt die Wirkung von Vitaminen, Mineralien und Spurenelemente)
ca. 500 ml Mandel- Hafermilch mit etwas Wasser. Optional: Kuhmilch, oder nur Wasser,
Wenn es als Frühstücks gedacht ist kann auch 1 Portionslöffel veganes Eiweißpulver hinzugegeben werden.
Alles in den Thermomix bzw. in einen starken Mixer geben und gut durch pürieren. Je nach Vorliebe kann man mit zusätzlicher Flüssigkeit die Konsistenz des Smoothies etwas flüssiger machen.
Anmerkung:
Dieser Smoothie ist sehr basisch. Verwendet man normale Milch und Molkenprotein verliert es diese Eigenschaft und wirkt eher basenüberschüssig. Da vollwertige Lebensmittel verwendet wurden, ist er im Gegensatz zu entsafteten Zutaten, auch reich an Ballaststoffen.
Die Zutaten können auch ausgetauscht werden z. B. Möhre durch Rote Beete, Spinat durch Endivien- oder Rucculasalat